13.06.2020 12:50 |

Günstige Zimmer ziehen

Kleine Betriebe gegenüber Stadthotels gut besucht

Dass die Stadthotels nach Corona wegen der Absage fast aller Großevents einen harten Weg zurück haben werden, ist logisch. Die „Krone“ machte einen Rundblick in Kärnten und Osttirol, wie es unseren Betrieben so geht. Kleinere Hotelanlagen sind voller, größere Komplexe haben Sorgen, weil viele Feste und Märkte ausfallen. Verbilligte Zimmer und Rabatte werden gerne genommen.

Die Liste des wunderschönen Klagenfurter Hotels „Sandwirth“ mit den Verschiebungen und Absagen aller Events, die Hotelgäste besucht hätten, ist lange. Es reicht vom Ironman über die Starnacht bis zum Bodypainting-Festival und dem Rainhard Fendrich-Konzert. Es gibt auch acht Seminarräume, die derzeit meist leer stehen. „Der Andrang ist nicht so wie erhofft“, sagt Sarah Nagele. „An schönen Tagen und an den Wochenenden ist mehr los.“

Kleinere oder Drei-Sterne-Hotels haben nicht so viel Aufwand. Bei der Pension „Wachau“ etwa ist die Terrasse mit Gästen ganz gut gefüllt. Das Cityhotel bietet zwölf Zimmer an, die Auslastung liegt bei 70 Prozent. Auch österreichische Gäste schauen sich jetzt Klagenfurt an.

In Wolfsberg ist man beim „Torwirt“ nach Corona vor allem mit den Motorrad-Gästen zufrieden. „Wir haben auch eine eigene Bike-Garage, da sind die Tische voll. Normal sind wir ein Stadthotel für Durchreisende“, sagt Peter Mosgan, der 50 Zimmer anbietet. „Was fehlt, sind die Touristen. Ich habe auch die Absage von 80 Gäste-Gruppen aus China erhalten, die zwischen Jänner und März bei uns genächtigt hätten.“

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Wir liegen direkt am Radweg an der Drau. Auch das vergünstigte Summer-Special wird von den Gästen angenommen.

Silvia Wirnsberger, Holiday Inn Villach

In Spittal hat das 4-Sterne-Hotel „Ertl“ nur eine Auslastung von 30 Prozent. „Wir haben zwischen 3000 und 4000 Stornos erhalten“, sagt Christian Krobath. „Auch die Komödienspiele der Stadt sind abgesagt. So bleibt uns wenigstens die Zeit, die Bäder zu renovieren. Wir sind ein gesunder Betrieb, in ein bis drei Jahren ist das wettgemacht.“

In St. Veit sind beim bekannten „Fuchspalast“ 70 Prozent der Gäste weggebrochen. In Lienz ist die Nachfrage beim „Moarhof“ dafür gut. „Auch unser A la Carte-Restaurant wird gerne besucht. Wir sind mit dem Neustart zufrieden“, meint Christine Niederegger.

Auch in Villach ist beim prächtigen „Holiday Inn“-Hotel einiges los. „Wir haben viele Geschäftskunden aus Deutschland, Österreich und der Schweiz“, sagt Business-Managerin Silvia Wirnsberger. 132 Zimmer werden angeboten, ein Renner ist das „Sommer Special-Offert.“ Da zahlt der erste Gast 109 Euro, der zweite ist gratis. Da greifen viele zu.

Christian Tragner

 Kärntner Krone
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