Nach Virus-Einsatz:

Corona ließ gewünschte Militärparade platzen

Die Militärmusik sollte spielen und die 236 Soldaten sollten zum Abschied durch Braunau marschieren: So soll es sich der Kommandant aus der Kaserne Mautern (NÖ) gewünscht haben, der mit seiner Kompanie zwei Monate im Grenzeinsatz zu Bayern war. Doch ausgerechnet das Virus, das die Truppe bekämpfte, verhinderte das.

„Meine Leute haben unter großen Entbehrungen ihren Dienst versehen“, lobt der 24-jährige Oberleutnant seine Kompanie, die im Auftrag der Bezirkshauptmannschaft Leute, die die Grenze passierten, auf Fieber testeten oder für die Polizei Wachdienste verrichtete.

„Rückzug“ mit Pomp und Trara
Der wegen angeblicher schikanöser Behandlung von Soldaten und irritierender Aussagen - „der neue Feind ist nicht das Virus, sondern die Bevölkerung“ - ins Visier von Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung und Staatsanwaltschaft geratene Offizier wollte vorm „Rückzug“ in die heimische Kaserne noch eine standesgemäße Verabschiedung mit Pomp und Trara.

Zu viele Leute, zu wenig Platz
Doch ausgerechnet das erfolgreich bekämpfte Corona-Virus verhinderte die Parade. Die Bezirkshauptmannschaft Braunau ist als Sanitätsbehörde zuständig, musste wegen der Corona-Vorschriften den Wunsch abschlagen, weil es schlicht und einfach zu viele Leute - Soldaten, Musiker und erwartete Gäste - und zu wenig Platz gegeben hätte.

Zuversichtlicher Verdächtiger
Inzwischen hat der Oberleutnant bekanntlich andere Sorgen, ist aber zuversichtlich, dass er keine „goldenen Federn“ lassen muss.

Markus Schütz, Kronen Zeitung

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Sonntag, 05. Juli 2020
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