26.05.2020 06:38 |

Mit 15. Juni

Deutschland hebt Reisewarnung für 31 Länder auf

Die deutsche Regierung hat trotz der Corona-Krise den Weg für internationalen Sommertourismus am Meer für die Bevölkerung freigemacht und hebt die internationale Reisewarnung für 31 Staaten am 15. Juni auf, falls die weitere Entwicklung der Infektionszahlen das zulässt. Neben den 26 EU-Partnerländern Deutschlands, darunter natürlich auch Österreich, sind auch das aus der EU ausgetretene Großbritannien und die vier Nicht-EU-Schengen-Staaten Island, Norwegen, Schweiz und Liechtenstein davon erfasst.

Das geht aus einem Eckpunktepapier hervor, dass möglicherweise bereits am Mittwoch im Kabinett in Berlin beschlossen werden soll. Der deutsche Außenminister Heiko Maas hatte die weltweite Reisewarnung am 17. März ausgesprochen. Das war ein bis dahin einmaliger Schritt. Bisher wurden Reisewarnungen nur bei einer Gefahr für Leib und Leben, vor allem in Kriegsgebieten wie Syrien oder Afghanistan, verhängt.

Startsignal für Sommertourismus in Europa
In den vergangenen Wochen wurden in der Corona-Krise mehr als 240.000 wegen gekappter Flug- und Fährverbindungen gestrandete Touristen in einer beispiellosen Aktion nach Deutschland zurückgeholt. Die Aufhebung der Reisewarnung soll nun gerade rechtzeitig vor der Ferienzeit das Startsignal für grenzüberschreitenden Sommerurlaub in Europa geben.

Wiederbelebung des Tourismus für Wirtschaft und Reisende
Man lasse sich dabei von dem Gedanken leiten, „dass die Wiederbelebung des Tourismus wichtig ist sowohl für Reisende und die deutsche Reisewirtschaft als auch für die wirtschaftliche Stabilität in den jeweiligen Zielländern“, heißt es in dem Entwurf aus dem Auswärtigen Amt.

Deutschland für EU-weite Reisekriterien
Die Reisewarnung soll durch individuelle Reisehinweise ersetzt werden, die für jedes einzelne Land die Risiken aufzeigen sollen, um einen möglichst guten Schutz der Touristen vor einer Corona-Infektion zu gewährleisten. Die deutsche Regierung will sich für in der gesamten EU gültige Kriterien einsetzen, wie zum Beispiel eine Obergrenze von 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. In Deutschland würde eine solche Überschreitung zu einer Wiedereinführung der Corona-Maßnahmen führen.

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