11.05.2020 09:54 |

Wieder mehr infiziert

Ansteckungsrate in Deutschland weiter gestiegen

Die Reproduktionsrate des neuartigen Coronavirus ist in Deutschland den zweiten Tag in Folge gewachsen und lag dabei über dem kritischen Wert von mehr als einer Neuansteckung pro Person. Die Marke ist auch mit Blick auf Lockerungen der Corona-Auflagen ein wichtiges Kriterium.

Die Ansteckungsrate des neuen Coronavirus ist in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) weiter gestiegen. Die Reproduktionszahl liege mit Datenstand Sonntag bei 1,13, schreibt das RKI in einem am Sonntag veröffentlichten Situationsbericht. Jeder Infizierte steckt damit statistisch gesehen mehr als eine weitere Person an, die Fallzahlen würden damit wieder steigen. Der Anstieg mache es erforderlich, die Entwicklung in den nächsten Tagen „sehr aufmerksam zu beobachten“.

Kritische Marke überschritten
Am Samstag lag der Wert nach längerer Zeit mit 1,10 erstmals wieder über der kritischen Marke von 1,0. Es brauche aber einen Wert unter eins, um die Pandemie abflauen zu lassen. Bei der Interpretation müsse aber berücksichtigt werden, dass die Schätzung wie üblich mit Unsicherheit verbunden sei, erklärt das RKI. Es könne somit weiterhin noch nicht bewertet werden, ob sich der während der vergangenen Wochen sinkende Trend der Neuinfektionen weiter fortsetze oder es zu einem Wiederanstieg komme.

Hohe Dunkelziffer
In Deutschland sind bis Sonntagabend mehr als 171.767 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden. Mindestens 7557 mit dem Erreger SARS-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben, wie Forscher der Johns-Hopkins-Universität meldeten. Nach RKI-Schätzungen haben aber bereits rund 144.400 Menschen die Infektion überstanden. Wie für andere Länder rechnen Experten aber auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

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