28.04.2020 18:59 |

Video zeigt Inferno

Tanklaster explodiert: Tote bei Anschlag in Syrien

Bei der Explosion eines wahrscheinlich mit einem Sprengsatz versehenen Tanklasters in der von Regierungsgegnern kontrollierten nordsyrischen Stadt Afrin sind nach Angaben von Aktivisten mindestens 20 Menschen ums Leben gekommen (siehe Video oben). Mindestens 27 weitere Menschen seien verletzt worden, meldete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Dienstag. 

Unter den Toten sollen auch sechs von der Türkei unterstützte Rebellenkämpfer sein. Die Rettungsorganisation Weißhelme berichtete sogar von 30 Toten. Der Lastwagen sei an einem Markt der Stadt explodiert, erklärte sie auf Twitter. Die Suche nach Opfern gehe weiter. Zunächst war unklar, wer hinter der Explosion steckt. 

Video zeigt Flammeninferno nach Explosion:

Türkische Präsenz in der Region umstritten
Die von Kurden geprägte Region um Afrin liegt direkt an der türkischen Grenze. Türkische Truppen und verbündete syrische Rebellen hatten dort im Frühjahr 2018 eine Offensive begonnen und das Gebiet von der Kurdenmiliz YPG eingenommen. Ein wissenschaftliches Gutachten des Deutschen Bundestages kam zu dem Schluss, dass die dortige türkische Präsenz völkerrechtlich die Kriterien einer Militärbesatzung erfülle.

Versorgung von zwei Millionen Menschen gefährdet
Im Nordosten Syriens ist nach Angaben von Menschenrechtlern die Versorgung von zwei Millionen Menschen in der Corona-Krise akut gefährdet. Die Organisation Human Rights Watch klagte am Dienstag in New York über einen großen Mangel an medizinischen Produkten zur Vorbeugung und Behandlung von Covid-19.

Die schlechtere Versorgung hängt mit einem Kompromiss im UN-Sicherheitsrat zusammen, der den Zugang für humanitäre Hilfe beschränkt. Ein Übergang für medizinische Güter wurde von Verbündeten der syrischen Armee geschlossen.

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