27.04.2020 11:39 |

Unsere Star-Judoka

Olympia 2021: Filzmoser nützt „Vorbereitungsruhe“

Zwischen der Corona-Krise und dem erhofften Olympiastart in Tokio wartet auf Sabrina Filzmoser ein runder Geburtstag: Die Oberösterreicherin wird am 12. Juni 40 Jahre! Weder das noch die Verschiebung der Sommerspiele um ein Jahr ist für die Judo-Kämpferin ein Grund, ans Karriereende zu denken. „Die Motivation wurde nicht weniger, ich habe die Ruhe und Kraft im Kopf, mich ordentlich vorzubereiten.“

Die jeweils zweifache Europameisterin und WM-Bronzemedaillen-Gewinnerin sieht die zusätzliche Zeit als Chance, noch einmal ordentlich Kraft und Kondition aufzubauen und dem Körper etwas an Substanz „zurückzuschenken“. Es sei so etwas wie Vorbereitungsruhe eingekehrt. „Vorher ist man von einem Turnier zum nächsten gehetzt und hat geschaut, dass man die Punkte für das Olympia-Ranking zusammensammelt. Ich habe meine Balance gefunden, auch weil ich geistig ausgelastet bin“, sagte Filzmoser.

Das - für sie zweite - Modul der Polizeiausbildung wurde von Herbst auf April/Mai vorverlegt und findet derzeit online statt. „Das ist klasse, dann habe ich im September, Oktober auch genügend Zeit für Qualifikationsturniere, wenn welche stattfinden“, sagte Filzmoser. Mit dabei seien in dem Kurs u.a. auch die Beachvolleyballer Clemens Doppler und Alexander Horst sowie der Nordische Kombinierer Franz-Josef Rehrl. Vor und nach dem Erfüllen der Arbeitsaufträge bleibe genug Zeit fürs Training.

Auf Judo-Taining mit einem Partner muss Filzmoser seit März laut Regierungs-Verordnung zwar verzichten, trotzdem kommt sie zu ihren Wurfeinheiten. Sie hat in ihrem Keller daheim nicht nur Kraftgeräte und eine Judo-Matte, sondern auch einen sogenannten Speed-Dummy. Die Wurfpuppe wiegt um die 45 Kilogramm und ermöglicht rasches Werfen und somit judospezifische Übungen. Filzmoser ist in der Gewichtsklasse bis 57 Kilogramm daheim, sie wäre derzeit über die Kontinentalquote für die Olympischen Spiele in Japan qualifiziert.

Der Internationale Judoverband (IJF) beschloss, den Status quo der Ranglisten beizubehalten. Ungefähr die gleiche Zahl an Turnieren, wie vor dem Coronavirus-Stillstand noch ausständig waren, sollen für das Ranking noch durchgeführt und herangezogen werden. Derzeit hat Filzmoser besonders viel Spaß am Trainieren. „Dass dir mal nichts wehtut, ist extrem selten. Ich brauche keine Physiotherapie, denn es geht echt gut. Das ist eine Phase in meiner Karriere, die echt neu ist.“ Sollte am Jahresende der Punktestand passen und sie der Quali nicht nachrennen müssen, dann werde sie etwas herausnehmen und einen neuen Aufbau machen.

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