29.07.2010 14:12 |

7 Zebrastreifen weg

Wirbel um entfernte Schutzwege in Jennersdorf

Im Burgenland wird derzeit heftig über Schutzwege diskutiert: Anstoß für die Aufregung sind sieben Zebrastreifen, die in Jennersdorf entfernt wurden. SPÖ-Sicherheitssprecher Ewald Schnecker forderte am Donnerstag die zuständige Landesrätin Michaela Resetar (ÖVP) auf, diese "Aktion" sofort zu stoppen. Im Büro der Landesrätin versicherte man allerdings, dass der Schutz der Fußgänger weiterhin im Mittelpunkt stehe und eine solche Maßnahme in vielen Fällen notwendig sei.

Die Überprüfung von Schutzwegen im gesamten Burgenland finde bereits seit Jahren statt. Es habe immer wieder negative Stimmen darüber gegeben, im Endeffekt handle man aber im Sinne der Fußgänger. Denn das "Aufmalen von weißen Linien ist zu wenig", so ein Sprecher Resetars. Die zuständige Bezirkshauptmannschaft habe Verkehrssicherheitsexperten beauftragt, die Schutzwege zu überprüfen, ob diese den technischen und gesetzlichen Anforderungen entsprechen.

In den vergangenen Jahren und Jahrzehnten hätte sich im Straßen-bzw. Siedlungsbau einiges getan, weshalb es nun dazu kommen kann, dass Zebrastreifen auch entfernt werden. Manchmal müsse man die Beleuchtung erneuern, das Tempolimit heruntersetzen oder die Querungsmöglichkeit ändern um dem Fußgänger mehr Schutz und Sicherheit zu bieten.

Weniger Schutzwege für mehr Sicherheit?
Schnecker sieht die Situation anders: "Es ist mir unerklärlich, wie weniger Schutzwege zu mehr Sicherheit im Straßenverkehr - vor allem für Kinder und ältere Menschen - führen sollen." Für die Bevölkerung von Jennersdorf sei "unzumutbar, dass Schutzwege einfach so entfernt werden", so der Landtagsabgeordnete. Er ist sich außerdem sicher, dass Jennersdorf "nur die erste Station der Ausradierung von Schutzwegen" gewesen sei und weitere nicht auszuschließen seien. Aus dem Büro der Landesrätin war allerdings zu erfahren, dass die Erhebungen und Änderungen nach dem Bezirk Jennersdorf abgeschlossen seien werden.

Schutzwege zu wenig frequentiert?
Die Gemüter der Jennersdorfer sind äußerst erhitzt: Mit der Begründung, die Schutzwege seien zu wenig frequentiert, habe man bisher sieben davon weggefräst. Die Bürger fordern nun einen Runden Tisch um mit Experten über eine "Rettungsaktion" sprechen zu können.

Symbolbild
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