14.01.2020 13:50 |

Landjugend-Kampagne

„Wir sind erste Generation, die Klimakrise spürt“

Eine der größten Jugendorganisationen unterstützt ab sofort das Klimavolksbegehren - die Landjugend hat am Dienstag eine gemeinsame Kampagne zu diesem Thema vorgestellt. „Wir sind die erste Generation, die die Klimakrise zu spüren bekommt“, so der Bundesleiter der Landjugend, Martin Kubli, bei der Präsentation des Projekts. Er ist überzeugt: „Auch wir können einen großen Beitrag zum Klimaschutz leisten!“

„Die Bewegung geht von der Jugend aus“, freut sich die Sprecherin des Klimavolksbegehrens, Katharina Rogenhofer über die Zusammenarbeit mit einer der größten Organisationen für junge Menschen. Die Landjugend hat immerhin 90.000 Mitglieder in rund 1200 Bezirks- und Ortsgruppen. Diese Generation würde merken, dass etwas falsch läuft, und sei „bereit, ein Teil der Lösung zu sein. Mit zwei Sujets wird nun für Unterschriften für das Klimavolksbegehren geworben.

Sie kann allerdings auch Teilerfolge erkennen: „Das Klimaprogramm der neuen Regierung hätten wir uns vor einem Jahr nicht vorstellen können.“ Man müsse der Politik allerdings auf die Finger schauen, ob es auch so umgesetzt werde. Nur durch einen baldigen Abbau schädlicher Förderungen, eine faire Bepreisung von klimaschädlichen Gasen und den gleichzeitigen sozialen Ausgleich könne das Ziel der Regierung, bis 2040 klimaneutral zu werden, erreicht werden, sind die Initiative und die Organisation überzeugt.

Gerade Landwirte sein von der Klimakrise stark betroffen. „Extremwetterereignisse, Dürren, Murenabgänge und Lawinen betreffen besonders den ländlichen Raum“, erklärt Kubli. „Das ist auch eine reale, existenzielle Bedrohung. Deshalb unterstützen wir das Klimavolksbegehren mit einer eigenen Kampagne“, so Kubli. Die Wirtschaftskreisläufe müssten kleiner und regionaler werden, um den Druck auf das Klima zu reduzieren.

Rogenhofer: Für Verkehrswende braucht es Öffi-Ausbau im ländlichen Raum 
Neben mehr Wertschätzung für die Landwirtschaft fordert die Sprecherin des Volksbegehrens außerdem, dass Angebote des öffentlichen Verkehrs ausgebaut werden. „Gerade der ländliche Raum ist ein Ort, wo wir zur Verkehrswende beitragen können“, so Rogenhofer. „Manche Orte sind leider nur mit dem Auto erreichbar.“ Bei Lebensmitteln müsse man sich vermehrt die Frage stellen, wo diese herkommen und wie man mit ihnen umgehe. „Regionale Produkte müssen auch leistbar sein“, so die Klimaschützerin.

Die Landjugend befindet sich als Unterstützerin des Klimavolksbegehrens in guter Gesellschaft: Auch viele Prominente stehen der Initiative zur Seite. „Tatort“-Kommissarin Adele Neuhauser, Schauspieler Erwin Steinhauer, Kabarettist Gerold Rudle und „Plastic Planet“-Regisseur Werner Boote sind bekannte Gesichter, die das Vorhaben unterstützen. 

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