Terrorfinanzierung

Geldüberweisung an Tochter beim IS in Syrien

Sie wollten die Tochter bzw. Schwester und deren Kleinkinder in Syrien unterstützen. 1300 Euro, die sie an Mittelsmänner in der Türkei überwiesen, brachten der Familie in Oberösterreich nun aber Verurteilungen wegen Terrorfinanzierung ein. In Linz wurden die Frauen zu 16 bzw. 20 Monaten bedingter Haft verurteilt.

In Linz sei die jüngste Tochter eine „Katastrophe“ gewesen, habe getrunken, geraucht und soll auch Drogen konsumiert haben, beschreiben die Frauen die heute 24-Jährige. Doch im Jahr 2015 sei sie in die Türkei gereist, weil sie im Internet einen türkisch-stämmigen Deutschen kennengelernt habe. Für ihn konvertierte sie zum Islam und reiste nach Syrien, ins Territorium des Islamischen Staats.

Ahnungslos vor Gericht
Vor Gericht gaben sich Mutter (59) und Tochter (26) ahnungslos. An den IS habe man bei den Anrufen aus Syrien gar nicht gedacht. Das Geld sei für Windeln, Babynahrung und Kleidung gedacht gewesen. Dabei hätten es die Frauen besser wissen müssen: Bereits der Mann der ältesten Tochter (28) hatte sich dem IS angeschlossen. Seine Frau hatte ihm aber die Gefolgschaft verweigert, lebt wieder in Linz.

Tochter derzeit in der Türkei
Während die jüngste Tochter derzeit mit ihren Kindern in der Türkei auf die Auslieferung wartet, müssen Mutter und Schwester 1300 Euro an den Staat zurückzahlen, da sie damit eine Straftat gesetzt haben.

Claudia Tröster, Kronen Zeitung

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