Recycling-Spezialist

Traunviertler sind in Russland wieder im Spiel

Sein Büro und sein Besprechungsraum verströmen Almhütten-Flair. „Ich mag Altholz“, sagt Alois Edler. Von Spital am Pyhrn aus erobert der ThermoWhite-Gründer mit Recycling von Styropor, das als Wärme- und Trittschall-Dämmung verwendet wird, Europa. Auch in Russland läuft das Geschäft nun wieder an.

Vor acht Jahren hat Alois Edler mit seinem ThermoWhite-System die ersten Schritte in Russland gemacht. „Die Nachfrage war sehr gut“, denkt der 56-Jährige zurück. So wurde auch beim Bau der Arena für die Fußball-Weltmeisterschaft in Rostow, in der dann unter anderem Belgien, Brasilien und Island aufspielten, das Know-how der Traunviertler eingesetzt. Die EU-Sanktionen gegen Russland verstimmten bekanntlich dann Präsident Wladimir Putin, der schließlich auch die Einfuhr von Zementen untersagte - bitter für das Unternehmen von Edler. Denn damit war auch den aus alten Styropor-Platten hergestellten Rohstoffen, die in den ThermoWhite-Anlagen zu Dämmmaterial für Keller, Gewölbe, Dachbodendämmungen und Pools und für Estriche verarbeitet werden, der Weg versperrt gewesen.

Patent gilt noch 15 Jahre
Vor einigen Wochen löste sich aber der Knoten. „Wir hatten alle nun erforderlichen Zertifikate beisammen“, sagt Edler. Eine neue Mischanlage, die dann direkt auf Baustellen eingesetzt werden kann, wird demnächst in Spital am Pyhrn gebaut und im Frühjahr dann an den Franchise-Partner nach Russland geliefert. „Das Patent für unser System läuft in Russland noch bis zum Jahr 2035, das wollen wir bis dahin auch voll ausnutzen“, so der Unternehmer, der im Vorjahr in Lettland den Energy Globe gewann. Dort kam übrigens sogar beim Bau der Great-Amber-Konzerthalle in Liepāja das Know-how aus Oberösterreich zum Einsatz.

Barbara Kneidinger
Barbara Kneidinger
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