Urologe unter Verdacht

111 Buben stehen als Opfer in Polizeibericht

Nun liegt der Abschlussbericht der Polizei vor, und es ist eine grausige Bilanz: Ein Urologe aus dem Salzkammergut, der seit Ende Jänner wegen des Verdachts des schweren sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen in U-Haft sitzt, soll sich an insgesamt 111 Buben, meist Patienten, vergangen haben.

Bedrückend: Der Facharzt soll sich fast zwei Jahrzehnte lang, genauer seit der Eröffnung seiner Ordination im Jahr 2000, an insgesamt 111 Buben vergangen haben. Während er als Liebling der High Society in den Bezirksstädten dort glänzte, wo sich traf, was Rang und Namen hat. Doch der allseits beliebte Salonlöwe lebte im Verborgenen um so heftiger seine kriminelle Schattenseite aus, so der Verdacht.

Pornofilme gezeigt
Der Urologe soll die minderjährigen Buben, etwa 40 waren unter 14 Jahre alt, „untersucht“ haben, während er ihnen vortäuschte, sexuelle Handlungen würden bei einer urologischen Untersuchung üblich sein. Einige Burschen soll er auch in sein Haus am Attersee eingeladen, ihnen Pornofilme gezeigt und sich an seinen Opfern vergangen haben. Laut Staatsanwaltschaft Wels sind 30 derartige Fälle dokumentiert.

Auch Tatort in Ägypten
Damit nicht genug: Der Arzt soll auch in seinem Ferienhaus am Roten Meer in Ägypten einen unter Zwölfjährigen missbraucht haben.

Bis zu 15 Jahre Strafrahmen
Drei Opfer haben laut Gutachten schwere Folgeschäden davongetragen, der Strafrahmen beträgt deshalb bis zu 15 Jahre Haft.

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