13.11.2019 13:52 |

Zwei Unfallszenarien

Bub (13) von Lkw überrollt und mitgeschleift

Schwerste Verletzungen hat ein 13 Jahre alter Bub Mittwochfrüh im Wiener Bezirk Meidling erlitten. Der Schüler wurde an einer Kreuzung von einem Lkw erfasst und bis zu einem Firmenareal mitgeschleift. Erst auf dem Gelände konnte der lebensgefährlich verletzte Bub noch aus eigener Kraft auf sich aufmerksam machen - der Lenker hatte den Unfall offenbar nicht bemerkt. Der genaue Hergang ist Gegenstand von Ermittlungen. Zwei Unfallszenarien gelten derzeit als möglich.

Der 13-Jährige hatte kurz vor 6.45 Uhr bei der Kreuzung Altmannsdorfer Straße - Breitenfurter Straße die Straße überqueren wollen. Fest steht seitens der Polizei, dass der Lkw von der Altmannsdorfer Straße kam - doch an welcher Stelle der Bursche tatsächlich vom Schwerfahrzeug erfasst und überrollt wurde bzw. ob der Unfall womöglich beim Abbiegen des Lkw passierte, muss erst ermittelt werden.

Zwei Unfallszenarien
So gebe zwei Szenarien, wie sich der Unfall abgespielt haben könnte. Variante eins: Das Schwerfahrzeug erfasste den Buben tatsächlich beim Rechtseinbiegen auf die Breitenfurter Straße. Die zweite Möglichkeit gilt derzeit jedoch als wahrscheinlicher, da sich die Stelle genau auf dem üblichen Schulweg des 13-Jährigen zum Bahnhof Hetzendorf befindet. Bei dieser Variante wäre der Lkw bereits auf der Breitenfurter Straße unterwegs gewesen. Auf Höhe der Hoffingergasse wollte der Bub dann die Straße überqueren und wurde in der Folge erfasst und mitgeschleift.

Den Unfall selbst dürfte der 25 Jahre alte Lenker des Sattelzuges - ein Pole - offenbar gar nicht bemerkt haben, hieß es seitens der Polizei. Noch viele Hundert Meter wurde der 13-Jährige bis zu einem Firmengelände in der Breitenfurter Straße mitgeschleift. Erst beim Reversieren des Gefährts auf dem Areal konnte sich der schwerst verletzte Bub bemerkbar machen. Dabei löste sich zum Teil der Schulrucksack des Buben, der an der Achse des Zugfahrzeuges hängen geblieben war. Arbeitern fiel das Gepäckstück auf und sie entdeckten Augenblicke später den Buben, der hinter der Fahrerkabine eingeklemmt worden war. Der 13-Jährige wurde danach unter dem Fahrzeug hervorgezogen.

Akute Lebensgefahr nach OP gebannt
Der Jugendliche überlebte den verheerenden Unfall, erlitt allerdings lebensgefährliche Verletzungen. So wurde ein Schädel-Hirn-Trauma diagnostiziert, auch schwere Verletzungen am Oberkörper hatte der 13-Jährige davongetragen, hieß es seitens der Wiener Berufsrettung. Nach der Erstversorgung mit Unterstützung von Kollegen des Grünen Kreuzes wurde der 13-Jährige per Hubschrauber ins AKH geflogen und in den Schockraum gebracht. Nach einer Notoperation habe sich der Gesundheitszustand des Buben etwas gebessert, sagte Polizeisprecher Paul Eidenberger am Mittwochnachmittag. Akute Lebensgefahr sei nicht gegeben, die Situation wurde aber weiterhin als lebensbedrohend beschrieben.

Die Ermittlungen des Verkehrsunfallkommandos sind weiterhin im Gange.

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