OÖ-Versicherung-Chef

„Cybercrime ist eine ganz große Grauzone“

Mails, die täuschend echt aussehen, aber von Kriminellen stammen; Überweisungen, die getätigt werden, weil man glaubt, der Chef braucht das Geld; Daten-Lecks! Die Cyberkriminalität hat viele Gesichter - und bedeutet eine große Gefahr für die Firmen. Das ruft nun die Oberösterreichische Versicherung auf den Plan.

Mehr als 50 Millionen € wurden an Konten im Ausland überwiesen, nachdem gefälschte E-Mails vorgetäuscht hatten, dass der damalige Vorstandschef diese streng vertraulichen Geldflüsse angewiesen hatte - das war die Situation bei der FACC vor mehr als drei Jahren. Der Flugzeugteilehersteller ist längst nicht die einzige Firma in Österreich, die schon Opfer von Cyber-Betrügern wurde. Trotzdem bleibt vieles im Verborgenen. „Cybercrime ist eine ganz große Grauzone“, sagt Josef Stockinger, „da wird gern der Mantel des Schweigens drübergestülpt“.

Basis-Check deckt Sicherheitslücken auf
Der Generaldirektor der OÖ-Versicherung weiß auch: „Bei kleinen und mittleren Unternehmen ist das Risikobewusstsein meist nicht sehr stark ausgeprägt, das macht es Angreifern leichter, eine Firma virtuell zu attackieren.“ Für Selbstständige, sowie kleine und mittlere Betriebe hat die OÖ-Versicherung deshalb nun ein IT-Sicherheitspaket geschnürt, zu dem auch ein Basis-Check gehört, der Sicherheitslücken aufzeigt.

OÖ-Versicherung hat selbst Hacker im Einsatz
Tests, wie sicher das eigene IT-System ist, sind für die OÖ-Versicherung Alltag. „Wir haben sehr, sehr hohe Standards, hatten erst vor kurzem wieder eine lange Prüfung“, so Stockinger. Das Unternehmen engagiert selbst gute Hacker, um das System zu testen.

Barbara Kneidinger
Barbara Kneidinger
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