06.10.2019 09:44 |

Kritik via Twitter

Biden an Trump: „Sie werden mich nicht zerstören“

Der von US-Präsident Donald Trump zuletzt heftig kritisierte demokratische Präsidentschaftsbewerber Joe Biden will sich nicht weiter in die Defensive drängen lassen. „Sie werden mich nicht zerstören, und Sie werden meine Familie nicht zerstören“, schrieb er am Samstag auf Twitter und richtete sich dabei an Trump und jene, „die seinen Machtmissbrauch unterstützen“.

Bei der Präsidentschaftswahl im November 2020 werde er Trump „wie eine Trommel schlagen“. Biden bewirbt sich um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten für die Wahl 2020.

Trump forderte von Ukraine Biden-Ermittlungen
Trump hatte nicht nur den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in einem Telefonat Ende Juli zu Ermittlungen gegen Biden und dessen Sohn Hunter ermuntert, sondern am Donnerstag auch China. Die Demokraten sehen darin Bemühungen von Trump, die Wahl 2020 mit Unterstützung einer ausländischen Regierung zu gewinnen. Wegen der Ukraine-Affäre haben sie Vorbereitungen für ein Amtsenthebungsverfahren gegen Trump eingeleitet.

Sind die Vorwürfe politisch motiviert?
Trump beschuldigt Biden, sich als US-Vizepräsident um die Entlassung des ukrainischen Generalstaatsanwalts bemüht zu haben, um seinen Sohn Hunter vor der Justiz zu schützen. Hunter Biden war damals bei einem ukrainischen Gaskonzern beschäftigt, gegen den zeitweise ermittelt worden war. Joe Biden weist die Vorwürfe als grundlos und politisch motiviert zurück.

Biden: „Genug ist genug“
In einem Beitrag in der „Washington Post“ schrieb Biden, offenbar würden stündlich weitere Beweise enthüllt, die belegten, dass Trump die Macht der Präsidentschaft missbrauche „und völlig ungeeignet ist, Präsident zu sein“. „Genug ist genug.“ Trump nutze das höchste Amt des Staates, um seine persönlichen politischen Interessen anstelle des nationalen Interesses zu vertreten.

Die jüngste Verletzung der Rechtsstaatlichkeit, als Trump offen China aufgefordert habe, sich in die US-Wahlen einzumischen, sei empörend, schrieb Biden weiter. Dadurch werde offenbart, dass Trump die Präsidentschaft für eine Freikarte halte, „alles zu tun, was er möchte, ohne Rechenschaftspflicht“. Er verstehe nicht die immense Verantwortung, die von einem Präsidenten gefordert werde. „Er sieht nur die Macht - und wie sie nur einer Person zugutekommen kann: Donald Trump.“

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