Passant zeigt ihn an:

Jäger schoss streng geschützten Vogel vom Himmel

Vergangenen Donnerstag beobachtete ein wachsamer Passant in Suben in Oberösterreich den Abschuss einer streng geschützten Rohrweihe. Er stellte den Täter, fotografierte den Tatort und erstattete Anzeige bei der lokalen Polizeibehörde.

„Am 5. September um 6.30 Uhr beobachte ich bei meinem morgendlichen Spaziergang mit dem Hund einen Greifvogel im Flug. Plötzlich fiel ein Schuss, der Vogel flog schief - und nach einem zweiten Schuss trudelte er zu Boden!“, schildert der Beobachter den Tathergang. Der couragierte Spaziergänger stellte den Jäger und fotografierte die Szenerie. Der Passant erstattete Anzeige.

Strenggeschützte Art
Bei dem erschossenen Greifvogel handelt es sich um ein Männchen einer Rohrweihe, eine nach Anhang I der Vogelschutzrichtlinie streng geschützten Art. Die Rohrweihe zählt mit 15 bis 25 Brutpaaren zu den seltensten Greifvögeln Oberösterreichs. Der Verlust einer einzigen Rohrweihe aus der regionalen Population stellt deshalb einen besonders gravierenden Rückschlag dar. „Der Abschuss erfüllt den Tatbestand der Tierquälerei und ist auf das Schärfste zu verurteilen!“, sind sich die Naturschutz-NGOs BirdLife Österreich, Naturschutzbund OÖ und WWF Österreich, aber auch der OÖ Landesjagdverband einig. „Durch die lückenlose Beobachtung und Dokumentation des Tatvorgangs erhoffen wir uns eine gerechte Verurteilung durch die Behörden sowie den Entzug der Jagdkarte.“

Verdachtsfälle bitte melden
BirdLife Österreich und WWF Österreich ersuchen auch weiterhin österreichweit Verdachtsfälle von Vergiftungen oder Abschüssen von Greifvögeln über die Meldeplattform www.kaiseradler.at und der APP birdcrime sowie telefonisch unter 0660/869 23 27 zu melden! Meldungen aus Oberösterreich können auch beim Naturschutzbund Oberösterreich unter oberoesterreich@naturschutzbund.at oder 0732/77 92 79 abgegeben werden.

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