Studie zeigt auf:

Zahlreiche Schüler leiden unter Leistungsdruck

54 Prozent der Jugendlichen wird der Schulstress oft zu viel – dieses Ergebnis einer Studie des Instituts für Jugendkulturforschung ist alarmierend. Das SOS-Kinderdorf appelliert an Eltern und Schulen, keinen übertriebenen Druck aufzubauen und mahnt: Druck sei nicht leistungsfördernd, sondern meist kontraproduktiv.

Von wegen unbeschwerte Kindheit und Jugend – wer heute jung ist, steht oft mindestens so unter Druck wie ein Erwachsener. Laut einer Studie, die das SOS-Kinderdorf beim Institut für Jugendkulturforschung in Auftrag gegeben hat, fühlen sich 88 Prozent der 14- bis 18-Jährigen gestresst. 54 Prozent nennen Schule, Ausbildung und Arbeit als die größten Stressfaktoren. „Es ist wichtig, bei der Leistungsorientierung eine gute Balance zu finden“, mahnt Clemens Klingan, Geschäftsleiter der SOS-Kinderdörfer für Ober- und Niederösterreich. Eltern wollen natürlich, dass ihre Kinder gute Noten haben, doch der ständige Druck kann in den jungen Seelen Zukunftsängste auslösen. Laut der Kinderdorf-Studie haben 38 Prozent der Burschen und 53 Prozent aller Mädchen Angst, im Leben nichts zu erreichen.

Genug Freiraum stärkt die Persönlichkeit
„Druck ist nicht leistungsfördernd, sondern meist kontraproduktiv“, sagt Kinderdorf-Geschäftsführerin Nora Deinhammer. Genug Freiraum für Kreativität, Spiel und Ausgleich stärken hingegen die Persönlichkeit. Ein weiteres großes Thema ist nach wie vor Mobbing. Bei der Jugendhotline „Rat auf Draht“ gibt es dazu täglich mindestens zehn Beratungsgespräche.

Christoph Gantner, Kronen Zeitung

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