25.08.2019 14:13 |

Auch online möglich

Wahlkarten können ab sofort beantragt werden

Wer am 29. September aus zeitlichen oder gesundheitlichen Gründen nicht persönlich in seinem Wahllokal über die Zusammensetzung des neuen Nationalrats mitbestimmen kann, muss sich eine Wahlkarte besorgen. Dazu ist ein Antrag bei der Gemeinde nötig. Vorarlberger können gleich zwei Formulare ausfüllen - nämlich auch eines für die Landtagswahl am 13. Oktober.

Eigentlich wird der Nationalrat in Österreich alle fünf Jahre gewählt. Doch am 29. September treten 6,4 Millionen wahlberechtigte Österreicher aufgrund des „Ibizagates“ schon nach zwei Jahren wieder an die Urnen. Gewählt werden 183 Abgeordnete, die im Nationalrat Bundesgesetze beschließen und die Regierung (über Anfragen und U-Ausschüsse) kontrollieren.

Wer eine Wahlkarte beantragen will, muss schriftlich, mündlich, per Fax oder online einen Antrag bei der Gemeinde einreichen, in deren Wählerevidenz er steht. Versendet werden die Unterlagen ab Anfang September, jene für die Vorarlberg-Wahl in der zweiten Septemberwoche. Beantragt werden können die Stimmzettel in beiden Fällen schriftlich bis Dienstag vor der Wahl und mündlich (bzw. bei persönlicher Mitnahme durch einen Bevollmächtigten auch schriftlich) bis 12 Uhr am Freitag vor der Wahl.

Verwendet werden können die Wahlkarten für die „klassische“ Briefwahl am Postweg - und ebenfalls als „Briefwahl“, indem man sie ausgefüllt und zugeklebt einem „Boten“ in ein beliebiges Wahllokal mit- oder selbst dort abgibt - bzw. schon vor dem Wahltag zur (aufgedruckten) Bezirkswahlbehörde bringt oder bringen lässt.

Wahl macht Unterschied in der Auszählung
Bei der Nationalratswahl ist im Sonntag verkündeten vorläufigen Ergebnis nur geringer Teil der Wahlkarten (die im eigenen Regionalwahlkreis abgegeben) enthalten. Der Rest wird in zwei Etappen ausgezählt: Die „klassische“ Briefwahl am Montag - und erst am Donnerstag wird der (geringere) Teil an Wahlkarten und Briefwahlstimmen ausgewertet, die am Sonntag in „fremden“ Wahlkreisen abgegeben wurden.

In Vorarlberg wird die klassische Briefwahl bereits am Sonntag ausgewertet, am Dienstag darauf die am 13. Oktober in Wahllokalen abgegebenen Briefwahlstimmen bzw. Wahlkarten aus „fremden“ Wahlbezirken.

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