16.07.2019 16:01 |

Priestersohn gestand

Biologin vergewaltigt, ermordet: „Hat mich erregt“

Schockgeständnis im Mordfall auf Kreta: Ein 27 Jahre alter Sohn eines Priesters hat zugegeben, die US-Wissenschaftlerin Suzanne Eaton mit dem Auto überfahren, vergewaltigt und ermordet zu haben. Anschließend hatte der Mann, der als Bauer nahe der Bunkeranlage eine kleine Landwirtschaft betreibt, die Leiche der Biologin in einen Schacht geworfen, der zu dem Höhlensystem führt. Über sein Motiv sagt der dringend Tatverdächtige: „Ich weiß nicht, warum ich es getan habe. Aber es hat mich erregt.“

Auf die Spur des mutmaßlichen Täters sei die Polizei durch Aufnahmen einer Überwachungskamera, eine Handy-Ortung und Reifenspuren gekommen, berichten griechische Medien. Der 27-Jährige habe Eaton (59) mit dem Auto verfolgt, als sie joggen war. Er sei sie zweimal mit dem Wagen angefahren, habe sie mit einem Messer bedroht und das wehrlose Opfer in seinen Kofferraum verfrachtet. Dann sei er mit ihr zu der Bunkeranlage gefahren. Als sie immer wieder gegen das Innere des Kofferraumes geschlagen habe, habe er angehalten und sie mit dem Messer verletzt, berichtet die „Bild“. „Zwei- oder dreimal“, soll er gesagt haben.

Wehrlose Frau vergewaltigt und erstickt
Bei der Höhle angekommen, soll der Landwirt die Frau vergewaltigt und anschließend erstickt haben. Die gerichtsmedizinischen Untersuchungen laufen noch, wie eine Polizeisprecherin am Dienstag mitteilte. Dabei soll geklärt werden, ob der Täter Eaton selbst erstickte oder ob sie wegen ihrer Rippenbrüche nicht atmen konnte und daran starb. Die Leiche habe der Mann in einen Schacht der Höhlenanlage geworfen, die von den Nazis im Zweiten Weltkrieg als Bunker benutzt worden war - und die der Mann wie wenige Einheimische gut kenne.

Der 27-Jährige lebt in einem Dorf unweit der Todeshöhle, in der die Leiche gefunden wurde. Der mutmaßliche Killer hat dort Ackerfläche, er ist verheiratet und hat zwei Kinder. Er soll im Dorf als Voyeur bekannt sein. „Ich musste das machen“, soll der Mann der Polizei gesagt haben. In seinem Leben laufe „nichts gut“. Das Opfer Suzanne Eaton hatte an einem Expertentreffen in der kleinen Hafenstadt Kolymbari teilgenommen und war am 4. Juli zu einer Wanderung aufgebrochen, von der sie nicht zurückkehrte. Wanderer fanden die Leiche in der Grotte nahe der Ortschaft Maleme, rund achteinhalb Kilometer von Kolymbari entfernt.

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