11.07.2019 15:00 |

Wienerin fassungslos:

„Wer bitte stiehlt eine Grab-Dekoration?“

Als Birgit H. aus Wien das Grab ihrer Mutter besucht, ist sie entsetzt. Die Grab-Deko, eine Figur aus Stein, die dem Hund der Mama nachempfunden ist, wurde gestohlen! Nun hofft sie auf Hinweise aus der Bevölkerung. Dabei tauschen sich Freunde und Verwandte unter ihrem Faceook-Posting über ähnliche Erfahrungen aus.

So schreibt die schockierte Tochter nach einem Besuch am Stammersdorfer Friedhof am Sonntag: „Habe am Grab meiner Mama einen Hund aus Beton hingestellt, weil er genauso wie ihr geliebter und hinterbliebener ,Ossi‘ aussieht. Leider musste ich schmerzlich feststellen, dass es richtig pietätlose Leute gibt, weil ebendieser Hund von ihrem Grab nun gestohlen wurde!“ Wie tief müsse man sinken, um ein Andenken von einem Grab zu stehlen, sinniert Birgit H.

Diebe stehlen ganze Grabsteine, Kupfer oder Spielzeug vom Kindergrab
Mittlerweile wurde ihr Beitrag mehr als 700-mal geteilt. Ein Großteil der zahlreichen Kommentare handelt von ähnlichen Erfahrungen: „Ist mir am Grab meines Mannes auch passiert. Derselbe Friedhof. Echt erschreckend und unfassbar.“ Nicht einmal vor einem Kindergrab machen Diebe halt: „Habe auch schon erlebt, dass das Spielzeug von einem Kindergrab gestohlen wurde.“ Noch schlimmer, der gesamte Grabstein: „Jemand hat sogar den ganzen rosa Marmorgrabstein meiner verstorbenen Mama in Atzgersdorf Wien-Liesing gestohlen ... Zuerst waren es ,nur‘ die Vase und die Laterne.“ Auch Kupferdiebe scheinen auf Friedhöfen ihr Unwesen zu treiben: „Es wird immer schlimmer, bei meinem Schwiegersohn haben sie alles, was aus Kupfer war, vom Stein gestohlen. Vase, Rose und die Buchstaben.“

Fast ein Happy End
Ein Kommentar aus Deutschland gibt Birgit neue Hoffnung. „Gegen Porto-Übernahme lasse ich dir so einen (Anm.: die Hundefigur) zukommen“, schreibt ein Herr aus Lübeck. Vielleicht der Anfang eines Happy Ends? „Habe ich von ganz lieben Menschen wieder so einen Beton-Hund demnächst! Aber bitte trotzdem die Augen am Friedhof Stammersdorf offen halten! Vielen Dank für eure aufrichtige Anteilnahme. Habe mich sehr gefreut über jede einzelne Nachricht! Und es hat den Schmerz ein wenig gelindert, dass es kein persönlicher Akt war, sondern manche Menschen einfach kein Feingefühl und Respekt vor Verlust und Trauer haben! Drück euch alle in Gedanken.“

Alexander Bischofberger-Mahr
Alexander Bischofberger-Mahr
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