09.07.2019 15:28

Höhere Preise ab 2020

Frankreich führt Ökosteuer auf Flugtickets ein

Während die EU-Staaten uneins über eine europaweite Ökosteuer auf Flugtickets sind und diese wegen des drohenden Wettbewerbsnachteils weltweit geltend machen, prescht Frankreich vor: Die Regierung von Präsident Emmanuel Macron teilte am Dienstag mit, dass ab 2020 eine Abgabe zwischen 1,50 Euro und 18 Euro pro Ticket fällig sein werde. Der Erlös in der Höhe von jährlich gut 180 Millionen Euro soll vor allem der Bahn zugutekommen.

Der Höchstbetrag wird demnach für Businesstarife der Langstrecke fällig. Betroffen sind nach Angaben von Verteidigungsministerin Elisabeth Borne nahezu alle Flüge, die in Frankreich starten. Ausnahmen soll es für Umsteigeverbindungen gehen, die über Frankreich gehen. Auch Flüge auf die Mittelmeerinsel Korsika und in die französischen Überseegebiete sind ausgenommen.

Für eine EU-weite Abgabe setzen sich neben Frankreich insbesondere die Niederlande und Belgien ein. In einem Schreiben an die 27 EU-Partnerländer verwies Belgien im März auf die Tatsache, dass umwelfreundlichere Verkehrsmittel wie die Bahn stärker besteuert würden als der Luftverkehr. Belgien forderte daher eine gerechtere Besteuerung.

EU-Staaten: Thema müsste global diskutiert werden
Die meisten EU-Mitgliedsstaaten begrüßen zwar die Diskussion über eine entsprechende Abgabe auf gemeinschaftlicher Ebene, vertreten aber gleichzeitig die Ansicht, dass die mit Verweis auf die Wettbewerbsfähigkeit nicht auf den EU-Raum beschränkt werden könne. Denn Fluggesellschaften aus Drittstatten könnten dann umso mehr mit billigen Tickets in den Markt drängen und so zugleich die Anstrengungen in Sachen Klimaschutz unterlaufen. Letzten Endes müsse eine Kerosinsteuer global diskutiert werden. 

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