08.07.2019 07:58 |

Unwetter bei Ironman

Daniel Bakkegard und Daniela Ryf gewinnen Ironman

 Kurz vor der Entscheidung musste das Zielstadion des 21. Ironman wegen der Unwetter geräumt werden . Für Sensationssieger Daniel Bakkegard waren es trotzdem „Traum-Bedingungen“. Die Weltmeisterin lobte das Rennen und kritisierte sich selbst. Das war der Ironman 2019!

Das haben sich die Veranstalter des Kärnten Ironman so nicht vorgestellt. Mit der Bühne der „Starnacht“ als Ziel hatte man bei der 21. Auflage die bisher beeindruckendste Kulisse - und dann war das tolle Zielstadion, als der Sieger schon im „Anflug“ war, menschenleer.

Unwetter beim ironman Kärnten 2019
Wegen eines Gewitters und vor allem wegen des Sturms musste man mit der Polizei entscheiden, das Zielgelände blitzartig zu evakuieren. Aber tausende Zuschauer, die im Strandbad in Sicherheit gebracht worden waren, harrten dort tapfer aus und konnten gerade rechtzeitig wieder zurückgeholt werden, um den Sensationssieger zu bejubeln.

Bakkegard jüngster Ironman-Sieger aller Zeiten
Der Däne Daniel Bakkegard wurde mit 23 Jahren gleich bei seinem ersten Antreten über diese Distanz zum jüngsten Ironman-Sieger aller Zeiten. Im Wasser hatte noch Lukasz Wojt, ehemaliger Olympiastarter im Schwimmen, seine Show abgezogen, war auch nach dem Radfahren (obwohl ihn das Führungsauto einmal auf eine falsche Abzweigung lockte) 2:49 Minuten vorangelegen. Doch dann kamen beim Laufen schon nach wenigen Kilometern Krämpfe.

Bakkegard: „Je schlechter das Wetter, desto besser“
Bakkegard war nach der Hälfte des Marathons zur Stelle, ließ sich auch vom Weltuntergangsszenario im Finish nicht mehr bremsen. „Ich liebe das, je schlechter die Bedingungen, desto besser“, lachte der „Wikinger“, der aber nun auf weitere Ironman-Raubzüge vorerst verzichtet. „Danke, das war’s für die nächsten paar Jahre“, lachte der für das österreichische Pewag-Team startende Däne.

Vierfache Weltmeisterin Daniela Ryf siegte
Ungefährdet kam die vierfache Weltmeisterin Daniela Ryf zum Sieg, war von ihrem ersten Ironman in Österreich begeistert, nicht aber von sich selbst. „Die Radstrecke über 180 Kilometer ist wirklich genial, die Stimmung beim Laufen war toll, aber ich war leider nicht so druckvoll unterwegs wie ich wollte“, entschuldigte sich die Schweizerin.

Über 26 Minuten hinter dem Topstar kam dafür die 32-jährige Vorarlbergerin Bianca Steurer jubelnd ins Ziel getanzt. Platz zwei bedeutete die Qualifikation für die Weltmeisterschaft auf Hawaii. „Dabei hatte ich lange Zeit Magenkrämpfe, konnte gar nichts zu mir nehmen“, jubelte Österreichs einzige Dame im Profifeld.

Gernot Kurz
Gernot Kurz
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