Abriss ist fix!

Keine Rettung für die Fußgängerbrücke in Ried

Großer Andrang herrschte bei der offiziellen Eröffnung des Busterminals in Ried im Innkreis. Rund um den Umbau der Bahnhofsvorplatzes gab es viel Lob, aber auch Kritik. Neben der äußerst beschränkten Anzahl an Parkplätzen sorgt der geplante Abriss des nahegelegenen Fußgängerübergangs für riesigen Unmut.

Seit mehr als einem halben Jahr ist in Ried der über 100 Jahre alte Fußgängerübergang über die Zugstrecke gesperrt. Gegen den Umweg von 15 Minuten und die nun erforderliche Benützung der stark befahrenen Bundesstraße liefen viele Anrainer Sturm. „Es heißt, es besteht Einsturzgefahr. Die Brücke steht aber noch immer“, ärgert sich Stefan Reiter. Viele Kinder und auch Bewohner der Tagesheimstätte der Lebenshilfe würden unter der Sperre besonders leiden.

Hindernis für Elektro-Loks
Bei der Eröffnung des Busterminals forderte Reiter deshalb mit einer Reihe weiterer Anrainer die Wiederöffnung oder Modernisierung der Bahnquerung. Die Kundgebung endete bitter. „Wir werden die Brücke abtragen“, ließen die ÖBB wissen. Der Übergang würde die geplante Elektrifizierung der Bahnstrecke behindern.

Termin für Neubau ungewiss
Vertröstet wurden die Anrainer damit, dass im Zuge des Bahnhofneubaus eine Lösung für die Fußgeher angedacht ist. Seiten der ÖBB will man sich auf kein Datum für den Baubeginn festlegen. Spekuliert wird mit 2025. Somit werden die Fußgeher wohl noch viele Jahre lange Umwege in Kauf nehmen müssen.

Mario Zeko
Mario Zeko
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