22.06.2019 11:00 |

Amerikanische Faulbrut

Bienen sind in Gefahr: Imker in Alarmbereitschaft

Seit dem Frühjahr sind in Kärnten mehrere Fälle der „Amerikanischen Faulbrut“ – einer hochansteckenden Krankheit der Bienenbrut – ausgebrochen. Um eine Ausbreitung zu vermeiden, wurden Bienenstöcke in Neuhaus, Ettendorf und Nötsch im Gailtal unter Quarantäne gestellt und vorsorglich Sperrzonen eingerichtet. Für den Menschen ist die Erkrankung jedoch völlig ungefährlich.

Die Erreger der Amerikanischen Faulbrut sind Bakterien (Paenibacillus larvae), die ausschließlich die Brut der Biene befallen und Dauerstadien bilden. „Diese Sporen können lange überdauern. Sie sind hitzeresistent und schwer zu bekämpfen. Die Faulbrut ist eine meldepflichtige Tierseuche“, heißt es seitens der Behörde. Wenn sie auftritt, sind umfassende Bekämpfungsmaßnahmen erforderlich. Für Menschen ist die Erkrankung jedoch völlig ungefährlich.

In Kärnten besteht aktuell bei Völkern in den Gemeinden Neuhaus, Wolfsberg und Nötsch der akute Verdacht eines Befalls. „Das fehlende Nahrungsangebot wegen des feuchten Wetters im Frühjahr hat heuer den Bienen zugesetzt. Sie sind daher geschwächt und anfällig für bakterielle Krankheiten“, erklärt Christian Osou, Leiter der Kärntner Imkerschule: „Aber das ist kein Grund zur Panik. Vereinzelte Faulbrut-Fälle kommen jedes Jahr vor.“

In Kärnten würden jährlich Tausende Proben genommen, um vorsorglich eine Ausbreitung zu verhindern. Osou: „Heuer waren von rund 1200 Proben lediglich neun positiv. Diese Proben werden dann nochmals von der AGES kontrolliert. Wird ein Befall bestätigt, muss die Brut leider vernichtet werden.“

Alex Schwab
Alex Schwab
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