29.05.2019 11:39 |

Rund 62.000 Euro

„Bub mit dem Ei“ spendet für Christchurch-Opfer

Der australische Teenager Will Connolly hat mehr als 100.000 Australische Dollar (rund 62.000 Euro) für die Opfer des rassistisch motivierten Terrorangriffs auf zwei Moscheen in Neuseeland gespendet. Eigentlich hatte er das Geld von unzähligen Spendern erhalten, um seine Anwaltskosten zu begleichen, nachdem er einen australischen Senator mit einem Ei beworfen hatte.

Der Rechtsaußen-Senator Fraser Anning hatte nach dem Massaker in der neuseeländischen Stadt Christchurch gemeint, der Massenmord sei zwar zu verurteilen, schuld daran sei aber nicht der des vielfachen Mordes beschuldigte Brenton Tarrant, sondern die Einwanderungspolitik. Schließlich würde die „muslimische Präsenz“ die Menschen in Australien und Neuseeland ängstigen.

Zahlreiche Menschen waren ob der Zeilen des Senators empört, so auch Connolly, der Anning deshalb ein Ei auf den Kopf schlug. Den Burschen nennt man in seiner Heimat seither „Egg Boy“, den „Buben mit dem Ei“.

Da der 17-Jährige nach der Attacke festgenommen wurde, spendeten viele Leute Geld für seine Verteidigung. Da er aber gratis anwaltschaftliche Hilfe bekam, konnte er die Spenden nun weiterreichen. „Das war nichts, was ich behalten sollte“, schrieb der 17-Jährige auf seinem Instagram-Konto.

Bei dem Anschlag in der neuseeländischen Stadt Christchurch wurden insgesamt 51 Menschen getötet. Als mutmaßlicher Täter sitzt der rechtsradikale Australier Tarrant in Untersuchungshaft. Ihm droht wegen vielfachen Mordes und Mordversuchs lebenslange Haft.

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