So, 26. Mai 2019
10.05.2019 12:38

„Auszeit-Gruppen“ etc.

Neun-Punkte-Plan im Kampf gegen Schulgewalt

Die steigende Aggressivität in den Klassen hat Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) zum Anlass genommen, um mit einem Neun-Punkte-Plan entsprechende Maßnahmen zu setzen (siehe auch Video oben). Wer etwa künftig massiv in der Schule auffällt, soll in eine „Auszeit-Gruppe“ kommen. Dafür werden internationale Modelle herangezogen. Das Ganze wird im Pilotprojekt erprobt.

Der Skandal an der HTL in Wien-Ottakring hat auch die Bildungsverantwortlichen wachgerüttelt.

Mit einem Maßnahmenpaket will Bildungsminister Faßmann die Gewalt in unseren Schulen bekämpfen. Dazu zählen:

  • Ausbau des Aus- und Weiterbildungsangebots für Lehrer, insbesondere für Quereinsteiger
  • Einrichtung einer innovativen Plattform für betroffene Schüler und Pädagogen
  •  Ausbildungsangebote an Hochschulen, damit sich Pädagogen im Streitschlichten qualifizieren können.
  •  „Cool-Down-Phase“: Damit ist eine Unterbringung der Schüler außerhalb der Klassen geplant.
  •  Der Ausschluss von Schülern der Sekundarstufe 2 soll bei klaren Übertretungen schneller erfolgen.
  • Durch Verhaltensvereinbarungen sollen Schüler zum Selbstbild einer gewaltfreien Schule beitragen.
  • Bei Nichteinhalten der Verhaltensvereinbarungen wären etwa Hilfsdienste in der Bibliothek oder die Mithilfe bei Veranstaltungen denkbar.
  • Neben Präventionsmaßnahmen sollen auch Lehrer, Direktoren und Schulaufsicht besser zu den rechtlichen Rahmenbedingungen geschult werden.
  • Teambuilding-Maßnahmen wie gemeinsame Ausflüge, um eine Gemeinschaft zu formen

Personalpool wird aufgebaut
Für die Umsetzung der „Cool Down-Phasen“ und der „Auszeit-Gruppen“ wird ein Personalpool aufgebaut. „Der Unterricht in der ,Auszeit-Gruppe‘ für fünf bis acht Schüler soll maximal einen Monat betragen. Im städtischen Bereich erfolgt das standortübergreifend“, so Faßmann bei der Präsentation der Maßnahmen am Freitag. 

Über die neuen Maßnahmen spricht Bildungsminister Heinz Faßmann auch im großen Interview mit Conny Bischofberger, das am Sonntag in der „Krone“ und auf krone.at erscheint.

Kronen Zeitung/krone.at

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