Do, 23. Mai 2019
21.04.2019 09:40

Cameron wütend

Strafen-Orgie wurde für Caps zum Fiasko!

Die Wiener mussten 16 der ersten 38 Minuten beim KAC in Unterzahl agieren und verloren das vierte Finalspiel mit 2:3. Das Aufbäumen kam spät – zu spät! Erst nach 50 schwachen Minuten zeigten die Eishockey-Cracks der Capitals im vierten Finale der Best-of-7-Serie beim KAC ihr wahres Gesicht, kamen von 0:3 auf 2:3 heran. Der Ausgleich gelang aber nicht mehr – jetzt steht es nach Siegen 2:2, am Montag geht es in Wien weiter.

Die Adern am Hals wollten durch die Haut, sein erhobener Zeigefinger war gefährlich nahe an den Gesichtern der beiden Refs, Trainer-Vulkan Dave Cameron drohte zu explodieren

Auslöser war eine grenzwertige Strafe gegen Peter Schneider – die achte (!) gegen die Caps nach 36 Minuten. Prompt traf Neal im KAC-Powerplay zum 3:0 für die Gastgeber. Die von Beginn weg überlegen waren – da meist nur vier Wiener Feldspieler auf dem Eis standen. Drei Strafen in den ersten 13 Minuten waren der Beginn dessen, was im Mitteldrittel zur Orgie ausufern sollte. Weil die Caps müde, nicht so spritzig wie in Spiel drei wirkten – dazu manche Pfiffe fragwürdig waren. „Die Referees haben einfach zu viel Einfluss auf das Spiel genommen“, biss sich Cameron nach dem Spiel auf die Zunge.

Packendes Finish
Bis auf einen Olden-Schuss (17.) hatten seine Cracks im ersten Drittel offensiv nie für Gefahr sorgen können, danach klopften Wall (22.) und Tessier (23.) an. Das Tor machte der KAC – weil im Konter Bischofberger von der Strafbank zurückkehrte, aus kurzer Distanz ins kurze Eck traf. Symptomatisch, dass die Wiener dann in Unterzahl zu dritt auf einen KAC-Verteidiger zufuhren, dabei ins Abseits liefen!

Bitter. Wie der Powerplay-Doppelschlag durch Petersen und Neal binnen 63 Sekunden. Nach dem die Partie gelaufen schien – ehe Rotter nach Olden-Pass in Überzahl verkürzte, Tessier zum 2:3 (53.) traf. Die Caps plötzlich mit der zweiten Luft, doch der KAC spielte die Uhr klug hinunter.

„Zu viele Strafen – wenn du so oft draußen sitzt, ist es hart. Aber auf dem letzten Drittel können wir aufbauen“, blickte Stürmer Vause sofort nach vorne.

Florian Gröger, Kronen Zeitung

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