Pensionist verstorben:

„Wenn man Manfred gebraucht hat, war er da“

Oberösterreich
18.04.2019 06:00
21 Stunden nach dem verheerenden Frontalcrash in Andrichsfurt, bei dem zwei junge Innviertler (18, 20) bei einem Überholmanöver in den Tod rasten, die nächste Schreckensmeldung: Der 77-jährige Manfred W. aus Raab, der im anderen Auto saß, ist seinen schweren Verletzungen im Krankenhaus Ried/I. erlegen. Tragisch: Der Pensionist stieg noch selbst aus seinem zerstörten Audi aus.

Der ehemalige Buschauffeur Manfred W. (77) kletterte noch selbst im Schockzustand aus dem Unfallwrack, wurde mit Notarztbegleitung ins Spital nach Ried gebracht, schien im ersten Moment nur eher leicht verletzt. Doch Mittwochvormittag dann die traurige Gewissheit: Der laut Bekannten lebensfrohe Witwer hat den heftigen Zusammenstoß zwischen dem Seat Leon, gelenkt von Yusuf C. (20) aus Riedau, und seinem Audi Q…3 nicht überlebt. Der 20-jährige Raser und sein Beifahrer Sanel O. (18) krachten mit 120 km/h ins Auto des Pensionisten, verstarben noch an der Unfallstelle.

(Bild: Scharinger Daniel)

Gemeinde tief betroffen
„Er war ein so lebensfroher Mensch, wenn man ihn gebraucht hat, war er da. Das ist ein großer Verlust für die Gemeinde“, zeigt sich Bürgermeister Josef Heinzl tief betroffen. Manfred W. hat mit seiner Schwester in einem Haus in Raab gewohnt, auch seine Tochter lebte bei ihm. Der Pensionist wirkte laut Bekannten körperlich fit, war stets zuvorkommend und engagierte sich im Ort.

Sechstes Todesopfer in OÖ in nur zwei Tagen
Damit ist er das sechste Todesopfer auf Oberösterreichs Straßen in nur zwei Tagen. Erst am Sonntag kamen bei einem Horror-Crash in Hörsching drei Menschen ums Leben.

Lisa Stockhammer, Kronen Zeitung

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