Vier Menschen verletzt

Ehepaar und Teenager (15) bei Frontalcrash getötet

Blutiger Sonntag auf der B1 im oberösterreichischen Rutzing: Drei Tote und vier zum Teil lebensgefährlich Verletzte hat am Abend ein verheerender Frontalcrash zweier Autos auf der Wiener Bundesstraße gefordert. Ein Ehepaar aus Gallspach und ein 15-Jähriger aus Traun, der bei einer Ausbildungsfahrt mit seiner Schwester im anderen Auto saß, starben.

Die Tragödie nahm kurz vor 19.30 Uhr auf der B1 zwischen Hörsching und Rutzing ihren Anfang. Ein aus Linz kommender BMW, gelenkt von einem 54-jährigen Gallspacher, der mit seiner Ehefrau (51) unterwegs war, kam auf der teils regennassen Fahrbahn ins Schleudern und schlitterte mit der Beifahrerseite voran in den Gegenverkehr.

Zusammenprall mit hohem Tempo
Zum gleichen Zeitpunkt kam dort ein mit fünf Personen besetzter Mercedes mit Linz-Land-Kennzeichen daher. Diesen lenkte ein 18-jähriges Mädchen aus Traun, das mit seiner gesamten Familie - der Vater (43) saß am Beifahrersitz, hinten die Mutter (41) und zwei Brüder (12, 15) - eine L17-Ausbildungsfahrt absolvierte. Beide Fahrzeuge krachten mit hohem Tempo aufeinander. Die Folgen waren verheerend: Beide Insassen des BMW erlitten beim Zusammenprall tödliche Verletzungen. Sie konnten von Einsatzkräften nur noch tot geborgen werden.

Großalarm für Einsatzkräfte
Das gleiche Schicksal ereilte den 15-jährigen Bruder der Junglenkerin auf der Rückbank des Mercedes - auch er war nicht zu retten. Für die Einsatzkräfte gab es Großalarm. Fünf Rotkreuz-Autos, die beiden Hubschrauber Christophorus 10 und Martin 3 sowie der Hausärztliche Notdienst (HÄND) kamen zum Unfallort. Auch das Kriseninterventionsteam (KIT) stand im Einsatz.

Die Feuerwehren Hörsching, Rutzing und Traun befreiten unter Anleitung der Notärzte die vier Überlebenden aus den Wracks, die zur weiteren Behandlung dann in Spitäler nach Linz (MedCampus III) und Wels (Klinikum) transportiert wurden. Zwei davon sollen sehr schwer verletzt worden sein. Im Anschluss konnten dann auch die drei Toten geborgen werden.

Die Unfallursache stand laut Polizei nicht fest. Die Straße war nass, Hinweise auf überhöhte Geschwindigkeit lagen nicht vor. Alkotests bei den Überlebenden waren negativ, bei dem getöteten Lenker werde keiner gemacht, so die Polizei. Die B1 musste während des Einsatzes komplett gesperrt werden, war insgesamt fast drei Stunden für den Straßenverkehr blockiert.

Markus Schütz und Jürgen Pachner, Kronen Zeitung

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