09.04.2019 13:30 |

Seitensprung getarnt

Vergewaltigung erfunden: 18-Jährige verurteilt!

Eine 18-jährige Kärntnerin ist am Dienstag am Landesgericht Klagenfurt zu zehn Monaten bedingter Haft verurteilt worden. Nach einem Seitensprung mit einem Ex-Freund hatte sie behauptet, dass es sich dabei um eine Vergewaltigung gehandelt hätte. Damit hätte ihm eine Gefängnisstrafe gedroht. Vor Gericht gab sie zu, gelogen zu haben - aus Angst, den neuen Freund zu verlieren. Das Urteil ist rechtskräftig.

Bei zwei Vernehmungen durch die Polizei hatte die junge Frau zunächst die falschen Anschuldigungen erhoben. Sie behauptete, dass der Bursche auch seinen anderen Freundinnen gegenüber gewalttätig geworden sei. Allerdings haben sich diese Vorwürfe nicht bestätigt. Im Gegenteil. Die anderen Mädchen entlasteten gegenüber der Polizei den Burschen.

Schließlich gab die 18-Jährige in ihrer dritten Befragung durch die Polizei zu, die Vorwürfe erfunden zu haben.

„Das wäre Gefängnis für ihn gewesen“
Staatsanwältin Sandra Agnoli warf der Angeklagten im Prozess am Dienstag eine „bösartige Vorgangsweise“ vor. „Das wäre Gefängnis für ihn gewesen!“ Auch Richter Alfred Pasterk sprach von einem „gemeinen, gefährlichen“ Vorgehen. Der Verteidiger betonte wiederum, dass seine Mandantin letztlich die Wahrheit gesagt habe.

Schließlich kam die junge Frau mit zehn Monaten bedingt davon. Zusätzlich redete der Richter der 18-Jährigen wegen diverser Drogengeschichten ins Gewissen und ordnete Bewährungshilfe für die drei Jahre Probezeit an. Verteidiger und Staatsanwältin akzeptierten das Urteil.

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