Di, 23. April 2019
11.04.2019 05:54

Damals bis heute

Unabhängigkeit, die verpflichtet!

Von den Gründungstagen bis in die Gegenwart hat sich die „Kronen Zeitung“ stets auch als politische Zeitung verstanden. Nicht im Sinne einer parteipolitischen Richtung, sondern im Verständnis eines die Gesellschaft demokratisch und journalistisch verantwortungsvoll mitgestaltenden Faktors.

Im Sinne des Zeitungsgründers Hans Dichand fühlt sich die Redaktion dabei immer ihrer Unabhängigkeit verpflichtet. Eine Maxime, die einige unserer Kritiker falsch verstanden, die anderen bis heute ein Dorn im Auge ist.

Gerade in den Tagen rund um das 60-jährige Bestehen der „Krone“ wiederholt sich ein Kampf um Einfluss und Bedeutung des Verlags. Für Politiker und zuletzt auch Investoren war die groß gewordene Zeitung immer ein Objekt der Begierde. Für Geschäftemacher, weil sie Geld wittern. Für Politiker, weil ihnen die Freiheit der „Krone“-Journalisten in ihren Berichten und Kolumnen als schwer berechenbare Größe ein Ärgernis war und ist.

Vor allem den in den Nachkriegsjahren von ihren jeweiligen Parteizeitungen und auch vom ORF durch eine übertrieben zuvorkommende Berichterstattung verwöhnten Regierenden war die „Krone“ stets eine Störung ihrer Kreise. Eskaliert ist das erstmals im Jahr 1966 vor den Nationalratswahlen. Eine Wahlempfehlung der Kommunisten für die SPÖ war für die „Krone“ Anlass zu scharfer Kritik. Im Februar kam es zu tumultartigen Übernahmeversuchen der „Krone“ durch die Gewerkschaft, der Chefredakteur konnte für einige Tage abgesetzt werden, das damalige SPÖ-Blatt, die „Arbeiter-Zeitung“, jubelte sogar über die „konsequente Ausräucherung“ des Mitbewerbers. Der Spuk war bald vorbei, die SPÖ verlor daraufhin die Wahlen.

Ähnliches zeichnet sich auch nun wieder ab. Mit ungewöhnlichen Methoden versuchen sich Gruppen mit viel Geld im Hintergrund der „Krone“ zu bemächtigen, weil sie auch in einem schwieriger gewordenen Marktumfeld an ihrer Unabhängigkeit festhält. Seit jeher war die „Krone“ niemals an eine Partei oder einen Politiker gebunden oder diesen verpflichtet. Chefredakteure, Kolumnisten und Redakteure haben sich immer daran orientiert, welche einzelnen politischen Ideen oder Projekte aus ihrer Sicht für das Land und die Menschen sinnvoll sind. Bei manchen Wahlen war dadurch die SPÖ im Vorteil, bei anderen die ÖVP. Waren die Vorschläge aus Sicht der Redaktion gut, sind die Ziele der Grünen ebenso unterstützt worden wie jene der Freiheitlichen. Am Ende war jedenfalls immer eine Gruppe beleidigt, aus dem simplen Umstand, dass sie das wahre Wesen der Unabhängigkeit der „Krone“ nicht verstanden hat. Unabhängigkeit heißt eben nicht Meinungslosigkeit, sondern die Freiheit zu vielen Meinungen.

Damit sind Bundespräsidenten aufgestiegen, Bundeskanzler abgestiegen, Korruptionsfälle aufgedeckt, wichtige Fortschritte für die Republik gefördert, weniger gute Entwicklungen gebremst oder gestoppt worden. Es geht dabei um viele große und zahllose kleine Dinge. So hat die „Krone“ an Österreichs Geschichte seit 1959 ihren Anteil. Ein Anteil, der nicht überschätzt und ebenso wenig gering geschätzt oder unterschätzt werden darf.

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