Sa, 20. April 2019
07.04.2019 08:00

Fadil S. vor Gericht

Nach krimineller Kindheit nun Mordversuchs-Prozess

In den 90er Jahren galt der Bosnier Fadil S. als „kriminellster Bub Österreichs“. Aus dem hyperaktiven „Früchtchen“ wurde ein Mann, der morgen in Wels wegen Mordversuchs vor Gericht stehen soll. Der 38-Jährige wird beschuldigt, seine 49-jährige Ex-Freundin am 2. Oktober in Wels niedergestochen zu haben

Es war eine Bluttat. Am 2. Oktober 2017 kam es gegen 11 Uhr in Wels zu einem Streit zwischen Fadil S. und seiner Ex-Freundin Zumreta D. Sie stieg aus ihrem schwarzen Audi aus und rannte weg. Fadil S. soll ihr laut Anklage gefolgt sein und sie mit einem Messer niedergestochen haben. Die Frau blieb schwer verletzt auf der Straße liegen, der mutmaßliche Messerstecher flüchtete in sein Heimatland Bosnien und stellte sich dort den Behörden, die ihn aber wieder laufen ließen, weil noch kein Haftbefehl aus Österreich vorlag.

Wenig Begeisterung bei Justiz
Das sorgte bei der Welser Justiz nachvollziehbarerweise für wenig Begeisterung: Die Staatsanwaltschaft stellte damals klar, dass es sehr wohl eine Festnahmeanordnung und einen EU-Haftbefehlgegeben hätte, eine entsprechende Vorgangsweise sei durchaus im Ermessen der bosnischen Behörden gelegen.

Urteil soll am Abend fallen
Erst im vergangenen April wurde Fadil S. doch noch geschnappt. Zielfahnder hatten ihn in Traun aufgespürt. Morgen muss er sich wegen Mordversuchs vor einem Schwurgericht im Welser Landesgericht verantworten. Das Urteil soll am Abend fallen.

Christoph Gantner, Kronen Zeitung

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