21.03.2019 13:57 |

Kleinbetriebe stöhnen

Beschäftigte im Handel: Ansturm auf Viertagewoche

Seit 1. Jänner haben Beschäftigte im Handel aufgrund des neuen Kollektivvertrags Anspruch auf eine Viertagewoche. „Wir haben sehr viele Anfragen, vor allem Pendler sind interessiert“, sagt Gewerkschafterin Anita Palkovich. Die Betriebe müssen sich darauf erst einstellen, speziell kleinen Firmen macht dies zu schaffen.

Arbeitgeber können den Antrag auf eine Viertagewoche nur aus zwei Gründen ablehnen: wenn Betriebsabläufe gefährdet sind oder die Fortführung des Betriebs nicht mehr gewährleistet wäre. Ein Beispiel dafür wäre, wenn etwa fast alle Mitarbeiter an denselben Tagen freihaben möchten. Lehnt der Chef den Antrag ab, so muss laut Kollektivvertrag der Betriebsrat vermittelnd eingeschaltet werden, notfalls müssten die Beschäftigten danach klagen.

Für Kleinbetriebe „ist es schwieriger“
Während eher größere Firmen wie die Rewe-Gruppe (Billa, Merkur etc.) oder Thalia „auf dem Weg sind“, blockieren vor allem Kleinbetriebe teilweise total. „40.000 Händler haben Beschäftigte, davon 33.000 weniger als zehn. Für diese ist es natürlich schwieriger“, gibt Palkovich zu. Andererseits sei die Viertagewoche ein Wettbewerbsvorteil im Kampf um gute Mitarbeiter.

Bislang problemlos verhält es sich hingegen mit den ebenfalls neu eingeführten Ansprüchen auf Altersteilzeit und Bildungskarenz. Weiters arbeiten Gewerkschaft und Wirtschaftskammer gerade an einer grundlegenden Reform des Arbeitszeitgesetzes.

Kronen Zeitung

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