Do, 21. März 2019
09.03.2019 14:04

Ab 2020 fix für alle

Papamonat: Verhandlungen in der „Zielgeraden“

Die von der FPÖ gewünschte Einführung des sogenannten Papamonats für alle ist laut FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache beschlossene Sache. „Der Papamonat kommt fix. Wir sind hier in der Zielgeraden. Es sind noch ein paar Details zu klären. Und wenn die geklärt sind, werden wir es in der Öffentlichkeit präsentieren“, sagte der Vizekanzler am Samstag.

Man müsse nun vor allem noch die entsprechende EU-Richtlinie abwarten, die sich mit diesem Thema beschäftigt, meinte Strache im Ö1-„Mittagsjournal“ weiter. Es sei zu erwarten, dass diese noch vor der EU-Wahl im Mai fertig werde, spätestens dann soll der Plan auf nationaler Ebene umgesetzt werden, so der Beamtenminister.

Anfang Februar hatte Strache noch gemeint, man müsse auf diese EU-Richtlinie nicht warten. Diese soll Vätern nach der Geburt ihres Kindes europaweit einen Vaterschaftsurlaub von mindestens zehn Tagen garantieren, der in Höhe des Krankengeldes vergütet wird; die heimische Lösung sieht hingegen eine Dauer von vier Wochen vor.

Fix ist für Strache, dass der Papamonat für alle bereits 2020 in Kraft sein soll. Seitens des Koalitionspartners ÖVP habe die FPÖ hier eine klare Zusage, betonte er.

Rechtsanspruch auf Papamonat nur vereinzelt
Derzeit gibt es zwar die Möglichkeit eines Papamonats im öffentlichen Dienst und auch in der Privatwirtschaft, ein Rechtsanspruch darauf besteht allerdings nur im öffentlichen Dienst sowie manchen Branchen (im Kollektivvertrag geregelt), nicht aber in allen Bereichen.

Seit März 2017 können Väter den „Familienzeitbonus“ beantragen, wofür es (bei Einstellung aller Erwerbstätigkeiten) für einen Monat rund 700 Euro seitens der Krankenkasse gibt. Bezieht der Vater später Kinderbetreuungsgeld, wird dieses dann um diese Summe reduziert. Sozialminister Beate Hartinger-Klein (FPÖ) hatte bereits Anfang Februar angekündigt, es werde „so rasch als möglich“ einen Rechtsanspruch auf den Papamonat auch in der Privatwirtschaft geben.

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