06.03.2019 18:47 |

Sprengsätze entschärft

Anti-IS-Kämpfer riskiert sein Leben für Attentäter

Es sind Bilder, die einem den Atem stocken lassen: Ein Kämpfer der Syrischen Demokratischen Streitkräfte (SDF) beugt sich zu einem am Boden fixierten jugendlichen Selbstmordattentäter herunter - und riskiert sein eigenes Leben, um die Gefahr, die von dem radikalisierten Buben ausgeht, zu bannen. Ereignet haben soll sich der Vorfall vor wenigen Tagen nahe der ehemaligen IS-„Hauptstadt“ Rakka in Nordsyrien.

Dschihadisten hätten ein Stammestreffen attackiert und dabei auch Selbstmordattentäter eingesetzt, hieß es von einem in der Region arbeitenden Journalisten auf Twitter. Die Sprengsätze am Körper des Buben hätten unschädlich gemacht werden können.

Hauptfokus der Kämpfe gegen die letzten dschihadistischen Widerstandsnester im Bürgerkriegsland ist weiterhin die Ortschaft Baghouz an der Grenze zum Irak. Am Mittwoch hieß es, rund 400 IS-Kämpfer seien bei der Flucht aus ihrer letzten Bastion festgenommen worden. Ein Vertreter der von den USA unterstützten SDF sagte, das kurdisch-arabische Bündnis habe „eine große Gruppe Dschihadisten“ beim Versuch gefasst, Baghouz mittels Schmugglern zu verlassen. Die IS-Anhänger hätten zu Fuß zu fliehen versucht. Unter ihnen seien Syrer und diverse Ausländer gewesen.

Baghouz: Tausende Dschihadisten in wenigen Dutzend Häusern
Laut dem SDF-Bündnis verließen am Dienstag rund 3500 Menschen das umkämpfte letzte vom IS gehaltene Gebiet, wobei sich 500 Kämpfer den Belagerern ergaben. Die SDF-Kämpfer zeigten sich erstaunt über die große Zahl von Menschen in dem Dorf am Euphrat, das aus wenigen Dutzend durch Tunnel verbundenen Häusern besteht.

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