Mi, 20. März 2019
04.03.2019 10:20

Kronzeugen gesucht

Polizei ruft Doping-Sünder zur Selbstanzeige auf

Die Polizei sucht in der Doping-Causa nach Kronzeugen. Wer die Drahtzieher nennt, darf auf eine mildere Strafe hoffen. Sportler, die sich stellen, ersparen sich bis zu zwei Tage in Haft.

Mehr als 40 Blutbeutel, mit Codenamen versehen, wurden in der Erfurter Doping-Praxis beschlagnahmt. Womit bei etlichen Sportlern das große Zittern begann. Wie die „Krone“ am Wochenende als Erster erfuhr, sind es nicht nur Wintersportler wie die Langläufer Max Hauke und Dominik Baldauf, die Blutdoping betrieben. Mit Stefan Denifl und Georg Preidler legten auch zwei Radprofis eine Dopingbeichte ab.

„Verdunkelungsgefahr“ fällt weg
Schon in den nächsten Tagen, so die Ermittler, dürften die nächsten Sportler-Namen öffentlich werden. Wobei diese bei den Behörden nicht im Vordergrund stehen: „Uns geht es darum, die Hintermänner zu finden und Netzwerke zu zerschlagen. Das ist bei der Operation Aderlass gelungen“, sagt David Müller von der Nationalen Anti-Doping-Agentur. „Wer als Kronzeuge agiert und die Namen von Drahtziehern nennt, darf mit einer milderen Strafe rechnen.“ Weshalb Dopingsünder mit einer Selbstanzeige gut beraten sind. Denn mittels DNA-Analyse können die beschlagnahmten Blutbeutel bald zugeordnet werden. „Wenn jemand sich selbst stellt, fällt der Haftgrund wegen Verdunkelungsgefahr weg. Man erspart sich bis zu 48 Stunden in Haft“, ruft auch Dieter Csefan vom BKA zu diesem Schritt auf.

Die Zeit, um Klarheit zu schaffen, drängt! Nicht zuletzt, weil weitere Sport-Großereignisse unmittelbar bevorstehen.

Anja Richter, Kronen Zeitung

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