„Der Macher“

Schalke-Legende Rudi Assauer (74) ist tot!

Er war viele Jahre lang eine der schillerndsten Figuren im deutschen Fußball und dabei insbesondere für den Aufschwung beim Kultklub Schalke 04 verantwortlich - nun ist Manager-Legende Rudi Assauer im Alter von 74 Jahren gestorben! Das bestätigte seine ehemalige Lebensgefährtin Beate Schneider der „Bunte“. „Rudi ist heute Nachmittag gestorben. Es ist traurig aber auch eine Erlösung für ihn. Wir sind alle wahnsinnig traurig“, wird Schneider von der Illustrierten zitiert.

Assauer hatte sich bereits vor einigen Jahren aus dem Fußball-Geschäft und auch weitgehend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen - vor allem wegen einer 2010 diagnostizierten und 2012 bekannt gemachten Alzheimer-Erkrankung. In seiner Autobiografie hatte der ehemalige Schalke-Macher sein Leiden höchstselbst mit zum Thema gemacht. In einem Interview mit der „Bild“ erklärte er in etwa zu jener Zeit: „Mein Hirn, die Rübe da oben, funktioniert nicht mehr. Es wird ja nicht besser, eher schlechter. Ich muss mich damit abfinden. Verdammte Hacke!“

Auch wenn Assauer wohl vielen Fußball-Interessierten vor allem als Erfolgsmanager von Schalke 04 bekannt sein dürfte, er war tatsächlich auch ein herausragender Fußballer. Immerhin brachte er es als Abwehrspieler auf 307 Bundesliga-Spiele für Borussia Dortmund (!) und Werder Bremen. Zudem gehörte er jener BVB-Mannschaft an, die 1966 mit dem Cup der Cupsieger den allerersten Europacup-Triumph für Deutschland einfahren konnte (2:1 gegen den FC Liverpool).

Nach seiner aktiven Karriere werkte Assauer erst bei Werder Bremen als Manager (1976 bis 1981) - und anschließend auch erstmals bei Schalke 04 (bis 1986). Nachdem er von den Königsblauen entlassen worden war, kümmerte er sich um Immobiliengeschäfte in Bremen und später auch um den Zweitligisten VfB Oldenburg. Erst sein zweites Engagement bei Schalke 04 ab 1993 wurde dann ein durchschlagender Erfolg in sportlicher wie finanzieller Hinsicht - und machte ihn zur Kult-Figur. Etwa mit dem Gewinn des UEFA-Cups 1997, dem zweifachen Triumph im DFB-Cup 2001 und 2002 sowie der in allerletzter Sekunde verlorenen Meisterschaft 2001.

Als man Assauer bei Schalke das Präsidentenamt schmackhaft machen wollte, lehnte er ab und kam 2006 seiner Abberufung durch den Rücktritt zuvor. Die Schalke-Arena, das bei der Einweihung 2001 modernste Stadion der Welt mit herausfahrbarem Rasen und schließbarem Dach, galt als sein „Baby“.

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