Fr, 22. Februar 2019
01.02.2019 10:52

350 Meter hoch!

Mega-Hohlraum unter Antarktis-Gletscher entdeckt

Unter einem Gletscher in der Antarktis wächst mit Rekordgeschwindigkeit ein riesiger Hohlraum. Dieser sei bereits zehn Kilometer lang und vier Kilometer breit und damit so groß wie zwei Drittel der Fläche von Manhattan, berichten Wissenschaftler des Jet Propulsion Laboratory (JPL) der US-Raumfahrtbehörde NASA. Würde der gesamte Gletscher wegschmelzen, könnten die Weltmeere um etwa 65 Zentimeter ansteigen, fürchten die Forscher.

Der Hohlraum, der einmal 14 Milliarden Tonnen Eis gefasst hat, befindet sich unter dem Thwaites-Gletscher in der Westantarktis. Das Gestein unter dem Gletscher liegt hier deutlich tiefer als der Meeresspiegel. Der größte Teil des Eises sei innerhalb der vergangenen drei Jahre geschmolzen, der entstandene Hohlraum sei 350 Meter hoch. Das sei eine verstörende Entdeckung, teilte die NASA mit. Nun müsse erforscht werden, wie der Schmelzvorgang den Meeresspiegel beeinflusse.

Hohlraum mithilfe von Satelliten gefunden
„Wir haben jahrelang vermutet, dass Thwaites nicht fest mit dem Untergrund verbunden ist“, sagt Koautor Eric Rignot. Mit neuen Satelliten sei es nun erstmals möglich gewesen, die Veränderung des Gletschers und das Ausmaß des Hohlraums genau zu messen. Seit 2010 beobachten NASA-Satelliten - unter anderem der im Vorjahr gestartete „ICESat-2“ (Bild unten) - den Gletscher mit hochauflösendem Radar.

Thwaites-Gletscher ist so groß wie Florida
„Die Größe der Höhle unter dem Gletscher spielt eine wichtige Rolle beim Schmelzvorgang“, sagt Erstautor Pietro Milillo. „Wenn mehr Wärme und Wasser unter den Gletscher gelangen, schmilzt er schneller.“ Der gesamte Thwaites-Gletscher ist so groß wie Florida und derzeit für vier Prozent des Anstiegs des Meeresspiegels verantwortlich.

Würde der gesamte Gletscher wegschmelzen, könnten die Weltmeere um etwa 65 Zentimeter ansteigen, heißt es in der NASA-Mitteilung. „Zu verstehen, wie das Meer diesen Gletscher schmilzt, ist unerlässlich, um zu berechnen, welchen Einfluss das auf den Meeresanstieg in den kommenden Jahrzehnten hat“, sagt Rignot.

 krone.at
krone.at

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Europa Leauge
Aus für Bayer Leverkusen, Chelsea locker weiter
Fußball International
Europa League
Das Wunder bleibt aus! Rapid geht in Mailand k.o.
Fußball International
Aus in Europa League
Brügge-Coach nach Salzburger Gala: „Peinlich“
Fußball International
Europa League
Frankfurter weiter, Arsenal macht Pleite wett
Fußball International
Europa-League-Gala
ACHTELFINALE! Salzburg räumt Brügge aus dem Weg
Fußball International
Schlechter Verlierer
WM-Eklat! Russe attackiert Langlauf-Sieger im Ziel
Nordische Ski-WM
Übergriffe in Praxis
Missbrauchs-Vorwurf: Arzt in Untersuchungshaft!
Oberösterreich
Verband reagiert
Schiedsrichterkritik: Satte Geldstrafe für Klopp!
Fußball International
Starkes WM-Training
Kraft zeigt groß auf - ÖSV-Aufgebot steht fest!
Nordische Ski-WM
Vor Europa-League-Hit
Rapidler setzen sich in Mailand stimmlich in Szene
Video Fußball
Vier Soldaten verletzt
Nach Granaten-Übung mit Panzerwagen überschlagen
Niederösterreich

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.