Zahnarzt von Ternberg:

„Sieht aus, als hätte er am Hungertuch genagt“

In Ternberg (Bezirk Steyr-Land) gab es gestern nur ein Gesprächsthema: Die Verhaftung des einzigen Zahnarztes im Ort. Wie berichtet, klickten beim 32-Jährigen wegen des Vorwurfs des schweren gewerbsmäßigen Betrugs und Körperverletzung die Handschellen.

„Es sieht so aus, als müssten Zahnärzte am Hungertuch nagen“, ist auch der Ternberger SPÖ-Bürgermeister Leopold Steindler über die im Raum stehenden Machenschaften des Ex-Zahnarztes empört. Vor fast vier Jahren hat der Medizinier im Vierkanter mitten im Ort seine Ordination eröffnet. Eine weitere Praxis betrieb er in Dietach.

300.000 Euro Schaden
An beiden Orten soll der Mediziner, für den die Unschuldsvermutung gilt, bei Abrechnungen mit der Krankenkasse ordentlich getrickst haben. Die Palette reicht von falsch verrechneten Kronen (Keramik statt dem eingesetzten Kunststoff) über Mogeleien bei Röntgenbildern. Die OÖGKK geht für den Zeitraum vom 1. Jänner 2016 bis Juni 2018 von einem Schaden von mindestens 151.000 € aus.

Viele Patienten-Klagen
Der Verhafteten soll auch gepfuscht haben. Etliche Patienten haben geklagt. Ihre Forderungen sollen ebenfalls bei 150.000 € liegen.

Mario Zeko
Mario Zeko
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