24.01.2019 17:33 |

Misstrauensantrag

Streit um die Bienenrassen: Imker-Chef trat zurück

Seit Jahren gibt es unter Imkern zwei Lager: Jene, welche die Carnica-Biene - die einzige erlaubte Rasse in Kärnten - züchten, und jene, die auf andere Bienen setzen. Eine Gesetzesnovelle soll neben der Carnica auch Hybride erlauben. Vorläufiger Gipfel im Streit: ein Misstrauensantrag gegen den Bienenzucht-Obmann.

„Wir vertrauen Dir nicht mehr und sprechen Dir hiermit das Misstrauen aus.“ Fettgedruckt und unterstrichen prangt dieser Satz auf dem Brief, den die Imker für den Bienenzuchtlandesverband-Obmann verfasst haben. „Deine wankelmütige Aktivität als Landesobmann (einmal Carnica-Schutz, dann wieder Hybridisierungsfreigabe) hat uns direkt in die Lage gebracht, dass wir die Carnica in ihrer Urheimat Kärnten und als Kulturgut zu verlieren drohen.“

Kronhofer legte Amt zurück
Der Gailtaler Carnica-Züchter Arno Kronhofer, seit 15 Jahren Funktionär und drei Jahre lang Obmann, legte sein Amt zurück. Grund für das Misstrauen war einmal mehr die Rassendiskussion. In Kärnten darf nur die Carnica gezüchtet werden. Doch auch die Buckfast erzeugt Honig. Nun wird - wie berichtet - eine Gesetzesnovelle begutachtet: Kärnten soll Carnica-Schutzgebiet bleiben, doch im Lavant-, Gurk- und Görtschitztal könnten Freizonen verordnet werden, in denen andere Bienen fliegen. „In Pufferzonen, wo die Gefahr der Vermischung besteht, würde das Land die Kosten für die Umweiselung, also für neue Königinnen, tragen“, so Barbara Wedenigg vom Büro des Landesrates Martin Gruber.

Bis Mitte Februar können Stellungnahmen zur Gesetzesnovelle eingebracht werden.

Christina Natascha Kogler
Christina Natascha Kogler
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