Mi, 20. Februar 2019
16.01.2019 13:09

Er sollte leiser sein

Teenager schlägt mit Faust auf Öffi-Security ein

Nächste Faust-Attacke auf einen Mitarbeiter der Wiener Linien: Die Aufforderung eines Security-Mitarbeiters, sich leiser zu verhalten, soll ein 17-jähriger Afghane am Dienstagabend mit einem Faustschlag in dessen Gesicht quittiert haben. Mit einem zweiten Kollegen (40) war der 47-Jährige in der U-Bahn-Station Gumpendorfer Straße in Wien-Mariahilf auf eine Gruppe lärmender Jugendlicher getroffen.

Erst am 4. Jänner war ein Busfahrer von einem wütenden Fahrgast angegriffen worden. Nun der nächste Fall: Die Jugendgruppe weigerte sich zunächst, die Lautstärke zu reduzieren. Darum sollten sie das Stationsgebäude verlassen, worauf der 17-jährige zuschlug und den 47-Jährigen im Gesicht verletzte. Danach trat der Bursche noch einen Zeitungsständer um. Als die Securitys Pfefferspray einsetzten, ergriffen die Jugendlichen die Flucht. Zwei von ihnen wurden allerdings vor der Station geschnappt.

Die beiden 17-Jährigen hätten im Zuge ihrer Einvernahmen den Namen des mutmaßlichen Täters, eines afghanischen Staatsbürgers, sowie den Namen von dessen Caritas-Betreuer genannt, teilte Polizeisprecher Harald Sörös am Mittwoch mit. Der Betreuer fand sich mit dem tatverdächtigen Burschen später in der Polizeiinspektion Stumpergasse ein.

Jugendlicher schwer betrunken
Eine Einvernahme war jedoch aufgrund der „offensichtlich starken Alkoholisierung“ des Teenagers nicht möglich, hieß es von der Polizei. Zumindest dafür lieferte er eine Begründung und meinte, er hätte „zwei ,harte‘ 0,7-Liter-Flaschen“ getrunken.

Der Caritas-Betreuer schaffte es schließlich, seinen aggressiven Schützling zu beruhigen. Die Polizei forderte inzwischen eine Videoauswertung der Überwachungskameras in der U-Bahn-Station sowie der Bodycam des Security-Mitarbeiters an.

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