15.01.2019 21:57 |

Fund vor Insel Rügen

Sturm spült Wrack von altem Handelsschiff frei

Zwei Stürme, die im Jänner über Norddeutschland gefegt sind, haben an der Küste der Ostsee-Insel Rügen ein altes Wrack freigelegt. Laut Angaben des Landesamtes für Kultur und Denkmalpflege von Mecklenburg-Vorpommern, handelt sich bei dem nahe der Ortschaft Glowe gestrandeten Wrack um ein Handelsschiff aus dem 18. Jahrhundert, das vermutlich in den Niederlanden gebaut wurde.

Darauf würden die Konstruktionsmerkmale des Schiffes hindeuten, sagte Landesarchäologe Detlef Jantzen am Dienstag. Experten des Landesamtes hatten am Sonntag das Wrack untersucht und zur genauen Altersbestimmung Holzproben genommen sowie eine Bildvermessung durchgeführt. „Die gefundenen Teile zeigen, dass es sich bei dem Schiff um ein großes, flachbodiges Handelsfahrzeug handelt“, sagte Jantzen. Freigespült wurden große Teile der Bodenschale sowie ein Stück des Kiels.

Rumpf wurde schon 2018 teilweise freigespült
Die beiden Stürme im Jänner hatten auch kräftig an der Küste Rügens genagt. Der Strand vor Glowe habe bis zu einem Meter an Höhe verloren, sagte der Vorsitzende des örtlichen Tourismusvereins, Dieter Thomas. Dabei sei auch das Wrack freigespült worden, das nun von Wanderern als Attraktion angesteuert werde. Im vergangenen Jahr war der Rumpf bereits einmal teilweise freigespült worden. Damals hatte sich die Denkmalschutzbehörde gegen eine Bergung entschieden.

Das Landesamt für Kultur und Denkmalpflege warnte davor, Wrackteile als Souvenirs mitzunehmen. Es sei nicht erlaubt, die an den Strand gespülten Teile des Wracks zu entfernen, zu beschädigen oder zu zerstören, sagte Jantzen. Das regle das Denkmalschutzgesetz. Gesichert ist das Wrack bisher aber nicht. Vor der Küste Mecklenburg-Vorpommerns sind nach Angaben von Förster rund 1500 Wracks geortet worden, davon allein rund 300 vor Rügen.

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