Mi, 16. Jänner 2019

Handball-WM

09.01.2019 07:30

Gemeinsames Korea-Team: „Zuerst etwas befremdlich“

Das Eröffnungsspiel der 26. Handball-WM am Donnerstag (18.15 Uhr/live ZDF) in Berlin wird zum nächsten Schauplatz innerkoreanischer Annäherung. Co-Gastgeber Deutschland trifft auf ein vereinigtes Team aus Athleten des Südens und des Nordens, sportliche Überraschungen sind allerdings nicht zu erwarten. Denn der Süden, Olympiazweiter von 1988, hat seine besten Zeiten hinter sich. 

Zuletzt verpasste Südkorea zweimal en suite die WM-Qualifikation. 1997 wurde man Achter, zuvor hatte man bei Heim-Olympia 1988 mit Silber für Aufsehen gesorgt bzw. vier Jahre später in Barcelona mit Platz sechs aufgezeigt. Einst treibende Handballkraft in Asien, haben den Koreanern Teams wie Katar oder Bahrain den Rang abgelaufen. Coach Cho Young-shin darf aufgrund der besonderen Umstände 20 statt 16 Spieler nominieren - vier kommen aus dem Norden.

Pro Partie mindestens ein Nordkoreaner im Einsatz
In Gruppe A (Berlin), wo die Gegner Frankreich, Deutschland, Russland, Serbien und Brasilien heißen, wird das freilich nichts helfen. Nordkorea gilt auf der Handball-Landkarte als weißer Fleck. Dennoch: „Ich kann versprechen, dass in jeder Partie mindestens ein Nordkoreaner zum Einsatz kommt“, erklärte Cho, der seine Neo-Spieler Ende Dezember erstmals traf. „Als wir die Nordkoreaner kennengelernt haben, war es etwas befremdlich“, sagte Cho. „Aber mit jedem Abend im Hotel, mit jedem Training, jedem Essen kamen wir uns näher und sind nun freundschaftlich miteinander verbunden.“

Pikante Personalauswahl
Pikant ist die Personalauswahl in jedem Fall. Denn die vier Nordkoreaner, die Chos Team erweitern, stehen allesamt in Diensten des Militärs. Und Cho coacht in Südkoreas Liga just jene Mannschaft, die für die Streitkräfte antritt. Er verzichtete deshalb auf eine Nominierung von Akteuren des eigenen Clubs.

Die Handball-WM ist nicht das erste sportliche Großereignis, bei dem der Süden und der Norden eine Annäherung suchen. So stellten beide Seiten auch bei den Asienspielen in Jakarta im Sommer gemeinsame Teams im Frauen-Basketball sowie beim Rudern und Kanu. Auch bei den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang trat im Frauen-Eischockey eine vereinigte Truppe an. Und auch da hatte die Aktion keinen sportlichen, sondern symbolischen Wert.

Sport von UN-Sanktionen unberührt
Der Sport ist von den Sanktionen gegen Nordkorea, die die UN wegen seines Atomwaffenprogramms verhängt hatten, so gut wie unberührt. Das nächste große Ziel ist die Zusammenarbeit bei den Olympischen Spielen in Tokio im nächsten Jahr. Dann könnte auch der Handball wieder mit vereinten koreanischen Teams dabei sein.

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