07.01.2019 13:29 |

Schutz und Versorgung

Schneewalze: So helfen die Bundesheer-Helikopter

Nach den massiven Schneefällen sind Tausende Menschen im steirischen Sölk- und Ennstal von der Außenwelt abgeschnitten. Das Bundesheer steht mit mehreren Hubschraubern im Einsatz. Neben Lebensmittel- und Medikamentenlieferungen für die Bevölkerung gehören auch Lawinensprengungen zum Aufgabengebiet der Soldaten. Zwischendurch mussten die Helikopter allerdings wegen des schlechten Wetters am Boden bleiben. Schneefall, binnen Sekunden wechselnde Sichtverhältnisse und Wind machen die Einsätze undurchführbar bzw. müssen Erkundungsflüge kurzfristig abgebrochen werden.

Aufträge für die Helfer gibt es genug: Dazu zählen etwa Erkundungsflüge mit Mitgliedern der örtlichen Lawinenkommissionen an Bord der Alouette-III-Maschinen, um die Situation einzuschätzen. Aufgrund der Erkenntnisse entscheiden die Lawinenkommissionen über Sperren von Straßen oder deren Aufhebung, Evakuierungen oder ob eine Lawine aus der Luft abgesprengt werden kann. Dazu wird eine Sprengladung vom Hubschrauber aus von einem sprengbefugten Soldaten abgeworfen, die an einer geschätzten Bruchlinie die Schneemassen kontrolliert zum Abrutschen bringen soll.

Piloten bringen Lebensmittel und Medikamente
Auch die Versorgung der Menschen in den abgeschnittenen Ortschaften mit dem Notwendigsten gehört zu den Aufgaben der Helfer. Die Mehrzweckhubschrauberstaffel am Fliegerhorst Fiala-Fernbrugg (21 Maschinen) hält bis zu vier Alouette III in einem geheizten Hangar bereit, um bei einem „Wolkenloch“ sofort starten zu können. 

Der Flug beispielsweise ins abgeschnittene Sölktal wäre in zehn Minuten zu absolvieren. Entsprechend viele Besatzungen stehen bereit. Zu einer Crew gehören Pilot, Kopilot und ein Flugtechniker, gegebenenfalls auch ein Flugretter. 

Lawineneinsatzzüge in Tirol in Bereitschaft
Aufgrund der prognostizierten anhaltenden Schneefälle sind in Tirol vier Lawineneinsatzzüge des Bundesheeres in Landeck, St. Johann in Tirol, Lienz und Hochfilzen in Bereitschaft gesetzt worden. Zusätzlich zum Landeshubschrauber und dem Bundesheerhubschrauber in Schwaz wurden drei weitere Helikopter angefordert.

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