07.01.2019 07:46 |

Schon vier Lawinentote

Wer Warnungen ignoriert, ist in Lebensgefahr!

Allen eindringlichen Warnungen zum Trotz wagen sich auch derzeit immer wieder Wintersportler auf Hänge abseits der präparierten Pisten. Deshalb kommt es dieser Tage zu schweren Lawinenunfällen, manche der Alpinisten bezahlen ihr draufgängerisches Verhalten und ihre Abenteuerlust gar mit ihrem Leben. Darum der Rat an alle, die die weiße Pracht genießen wollen, sich über die lokalen Wetter- und Schneebedingungen auf dem Laufenden zu halten und die Gefahren auch ernst zu nehmen.

Alleine am Dreikönigstag kam es in Vorarlberg zu zwei Lawinenabgängen. Zwei Skifahrer aus Deutschland wurden erfasst und verschüttet. Einer von ihnen, erst 26 Jahr alt, starb nahe Schoppernau, der andere - im Alter von 32 - bei Damüls. Beide Wintersportler waren abseits der gesicherten Pisten im freien Gelände unterwegs. Und das, obwohl die Lawinenwarnstufe in dem Bundesland bereits von 3 auf 4 der fünfteiligen Skala hinaufgesetzt worden war. Die Lawinengefahr war also von den Meteorologen verbreitet als groß eingestuft worden.

Bereits im Dezember war bei einem Lawinenabgang im freien Skiraum von Obergurgl in Tirol eine 33 Jahre alte Snowboarderin aus Deutschland tödlich verunglückt. Im gleichen Monat wurde ebenfalls in Tirol, am Hintertuxer Gletscher, ein Tscheche im freien Skiraum von einem rund 150 Meter breiten und 100 Meter langen Schneebrett erfasst und rund 100 Meter mitgerissen. Der 41-Jährige konnte von den Rettungskräften aus rund eineinhalb Metern Tiefe nur noch tot geborgen werden.

Im Osten verbreitet große Lawinengefahr
Auch am Montagmorgen stellte sich die Lawinenlage angesichts der enormen Schneemengen als bedrohlich dar. Quer durch den Landesosten galt verbreitet Stufe 4, also große Gefahr von Abgängen. Wintersportler sollten sich deshalb tunlichst nicht abseits der Pisten bewegen. Infos zur aktuellen Wetterlage gibt es auf den krone.at-Wetterseiten, aktuelle Lawinendaten finden Sie unter anderem hier.

Schneeschuhwanderer vermisst
Bereits seit Samstag vermisst werden zwei Schneeschuhwanderer in Abtenau im Salzburger Tennengau. Die beiden, ein 28-Jähriger und eine 23-Jährige, waren am Vormittag im Bereich der Schindlmaisalm losgegangen. Eine erste Suchaktion wurde wegen zu hoher Lawinengefahr abgebrochen und konnte aufgrund der Wetterlage auch am Sonntag nicht fortgesetzt werden. Am Montag wurde die Suche fortgesetzt. Ein Einsatz des Hubschraubers war aufgrund der Wetterlage bisher nicht möglich.

Am Sonntag kam auch ein Skifahrer nahe Zauchensee im Salzburger Pongau bei einer Abfahrt abseits der Pisten ums Leben. Der 35-jährige Slowene dürfte bei der Variantenabfahrt gestürzt sein. Er blieb im mehr als einen Meter hohen Tiefschnee stecken. Bergretter bargen den Verschütteten mithilfe der Pistenrettung. Die Reanimationsversuche der Einsatzkräfte waren vergeblich.

Snowboarder verbrachte Nacht im Freien
In Zell am See in Salzburg wurde Sonntagmittag ein Snowboarder nach einer Nacht im Freien glücklicherweise unverletzt gerettet. Auch er war abseits der Pisten im Tiefschnee unterwegs. Der 23-jährige aus Würzburg war Samstagnachmittag gegen 16 Uhr als vermisst gemeldet worden. Eine erste Suchaktion musste bei Dunkelheit, Schneefall und großer Lawinengefahr gegen 22 Uhr ergebnislos abgebrochen werden, so die Salzburger Bergrettung. Sonntagfrüh wurde die Suche nach dem 23-Jährigen wieder aufgenommen. „Kurz vor Mittag konnte der Snowboarder von einem Seilbahnmitarbeiter von einer Gondel aus mit einem Fernglas entdeckt werden“, sagte Rainer Straub, Ortsstellen- und Einsatzleiter von Zell am See.

Bis zum Hals im Tiefschnee gesteckt
Gerade noch einmal Glück gehabt hat ein Deutscher, der im Tiroler Zillertal urlaubte. Auch er wagte sich trotz Wetterwarnung ins Gelände abeits der Piste und wäre dort beinahe erfroren. Der 21-Jährige kam nicht mit den Tiefschneebedingungen zurecht, stürzte und blieb „bis zum Hals“ im Schnee stecken, hieß es seitens der Retter.

Nur mit viel Glück konnten ihn die Helfer von einer Gondel aus erspähen und aus seiner misslichen Lage befreien. Die Kosten für den Einsatz - rund 800 Euro - muss der junge Mann selbst berappen.

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