08.02.2010 08:22 |

Sieg gegen Colts

New Orleans Saints Super-Bowl-Sieger ++ Plus Bilder

Die NFL hat einen neuen Champion. Die New Orleans Saints holten in der Nacht auf Montag in Miami mit einem 31:17-Finalsieg über die Indianapolis Colts den ersten Super Bowl in ihrer 40-jährigen Vereinsgeschichte. Dabei lag das Team rund um Quarterback Drew Brees nach dem ersten Viertel 0:10 zurück, ehe es eine Aufholjagd startete. Der entscheidenden Szene beim Stand von 24:17 ging ausgerechnet ein Fehlpass von Superstar Peyton Manning voraus. Tracy Porter stellte per Interception auf 30:17.

Nach zwei Vierteln hatten die Colts, die als bestes Team der regulären Saison ins Endspiel der National Football League gegangen waren, noch 10:6 geführt.

"Es war Schicksal"
Es wäre nicht Amerika, würde der Triumph der Saints keine sentimentale Note tragen. Landesweit gilt der Erfolgslauf des Teams als Symbol für den Wiederaufbau von New Orleans, nachdem der Hurrikan "Katrina" Ende August 2005 die Stadt verwüstet und die anschließende Flut 80 Prozent unter Wasser gesetzt hatte. "Wir wussten, dass wir eine ganze Stadt, vielleicht eine ganzes Land hinter uns haben. Es war Schicksal", meinte Brees, der nach der Partie zum "MVP", also zum wertvollsten Spieler, gewählt wurde.

Im Duell mit seinem Gegenüber Manning brachte der 31-Jährige 32 von 39 Pässe für 288 Yards und zwei Touchdowns an den Mann. Der in New Orleans geborene Manning zeigte ebenfalls eine mehr als solide Leistung, in Erinnerung bleiben wird jedoch die folgenschwere Interception. "Das war ein Spielzug, den wir oft benutzen, Porter hat großartig reagiert. Sicherlich ist das enttäuschend", meinte der beste Passgeber der Liga über die entscheidende Szene.

Indianapolis verpasste damit den zweiten Titel nach 2007. Dabei hatte es für die Colts mit einer 10:0-Führung noch perfekt begonnen. Im Spiel hielt den neuen Champion danach vor allem Kicker Garrett Hartley, der drei Field Goals aus über 40 Yards Entfernung verbuchte.

Vom Verlierer- zum Siegerteam
Die Saints erlebten mit dem erstmaligen Gewinn der Trophäe ihre endgültige Transformation vom Verlierer- zum Siegerteam. Der Aufstieg zum Champion ist dabei eng mit dem Namen Brees verbunden. Der Texaner war 2006 nach als "free agent" gemeinsam mit Coach Sean Payton nach New Orleans gekommen. Damals waren die Saints das zweitschlechteste Team der Liga - spätestens seit Sonntag sind sie der Stolz der ganzen Region.

Angeführt von Brees entwickelten sich die Mannschaft aus der Südstaaten-Metropole zu einem echten Titelanwärter und nach den Verwüstungen von vor fünf Jahren sentimentalen Favoriten. "Nach New Orleans zu kommen und diese Chance zu bekommen, war wie eine Berufung. Wir haben nicht nur ein Team aufgebaut, sondern eine ganze Stadt, eine ganze Region", erklärte Brees. "Die Menschen haben uns die Kraft gegeben, das, was wir geschafft haben, zu erreichen."

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