12.12.2018 12:22 |

Auch in Deutschland

Bruder von Straßburg-Attentäter ebenfalls gesucht

Nach dem Anschlag auf einen Straßburger Christkindlmarkt am Dienstag sind auch die deutschen Behörden in die Ermittlungsarbeiten eingebunden. Medienberichten zufolge sind sie nicht nur an der Suche nach dem mutmaßlichen Attentäter von Straßburg, Cherif Chekatt (29, Bild oben), beteiligt, sondern fahnden auch nach dessen Bruder Sami (34). Im Zuge der Ermittlungen wurden bisher fünf Menschen vernommen.

Wie der Berliner „Tagesspiegel“ berichtet, werden die Brüder als radikalisiert eingestuft und dem Straßburger Islamistenmilieu zugerechnet. Dies sagte ein hochrangiger Sicherheitsexperte der Zeitung. Die Behörden gehen davon aus, dass Cherif und Sami gemeinsam auf der Flucht sind. Kontakte zur Salafistenszene in Deutschland seien bisher nicht bekannt.

Attentäter nach Haft in Deutschland abgeschoben
Der Attentäter war dem Bericht zufolge wegen eines schweren Diebstahls von Jänner 2016 bis Februar 2017 in Deutschland in Haft gesessen. Im Februar 2017 sei er nach Frankreich abgeschoben worden.

Dort sei er als terroristischer Gefährder eingestuft gewesen, in Deutschland aber offensichtlich nicht, schreibt der „Tagesspiegel“.

War Rache Motiv für den Anschlag?
Das Motiv für den Angriff auf den Straßburger Weihnachtsmarkt könnte Rache gewesen sein, heißt es in Sicherheitskreisen. Möglicherweise habe Cherif C. auf den Versuch seiner Festnahme durch die Polizei in Straßburg spontan reagiert. Den französischen Sicherheitsbehörden sei keine Vorbereitung eines Anschlags in Straßburg bekannt gewesen.

Der stellvertretende französische Innenminister Laurent Nunez erklärte am Mittwoch gegenüber dem Sender France Inter, es sei noch nicht klar, ob der Täter terroristische Motive gehabt habe. Nunez schloss außerdem gegenüber dem Sender RTL nicht aus, dass der Straßburger Attentäter nach Deutschland geflüchtet sein könnte.

Bisher fünf Personen vernommen
„Aber was ich sagen möchte, ist, dass natürlich sofort die Grenzschließung sichergestellt und Straßburg abgeriegelt wurde“, so Nunez. Bisher seien im Zusammenhang mit den Ermittlungen fünf Menschen vernommen worden. Sie hätten Verbindungen zu dem Verdächtigen gehabt.

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