Bundesweite Studie:

Bei Vergewaltigungen jeder Dritte freigesprochen

Ein Drittel der wegen Vergewaltigung oder sexueller Nötigung Angeklagten wird freigesprochen. Zu diesem Ergebnis kam eine vom Frauenministerium geförderte Studie zur „Evaluierung von Sexualstraftaten“. Das Landesgericht Linz schwimmt gegen den Strom: Im Vorjahr gab es keinen Freispruch, 2018 bisher einen.

Birgitt Haller vom Institut für Konfliktforschung stellteihre Studie auf Einladung des Gewaltschutzzentrums Oberösterreich vor.Eine Vergleichsstudiegibt es nur aus 1995. Die Zahl der Freisprüche hat sich seither nicht geändert. Weitere Ergebnisse der Untersuchung von Urteilender Gerichtssprengel Wien und Innsbruck: 57 Prozent der Täter waren Nicht-EU-Ausländer, vorwiegend aus der Türkei und Afghanistan. Jedem zweiten Angeklagten ging es bei seiner Tat um Machtdemonstration. 44 Prozent derVerurteilten erhielten unbedingte Freiheitsstrafen, im Durchschnitt 2,8 Jahre. Und, für die Autorin der Studie überraschend, nur jede zweite Frau nimmt Prozessbegleitung in Anspruch.

Freispruchquote in Linz niedriger
Der Staatsanwalt Alfred Schaumüller stellte bei der Podiumsdiskussion klar:„Eine Freispruch-Quote von einem Drittel gibt es bei uns in Linz nicht. Die Strafen sind wesentlich höher.“ Forderungen aus der Studie:Mehr Augenmerk auf Opferprävention und den Erschwernisgrund des verwandtschaftlichen Verhältniszwischen Täter und Opfer bei Verurteilungen.

Claudia Tröster/Kronen Zeitung

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