30.11.2018 06:51 |

Streit um Matrosen

Ukraine-Krise: Trump sagt Treffen mit Putin ab

US-Präsident Donald Trump hat das für Samstag geplante Treffen mit Russlands Präsident Wladimir Putin am Rande des G20-Gipfels in Buenos Aires kurzfristig abgesagt. Als Begründung nannte Trump kurz nach seinem Abflug aus Washington zum Gipfel auf Twitter, Russland habe festgenommene Seeleute bisher nicht an die Ukraine zurückgeführt. „Ich freue mich wieder auf einen bedeutsamen Gipfel, sobald diese Situation gelöst ist“, schrieb Trump weiter.

In Moskau wurde großes Bedauern über die Absage geäußert. Die russische Regierung sei dennoch gesprächsbereit, erklärte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Donnerstagabend. „Eine Absage bedeutet, dass Gespräche über wichtige internationale Themen auf unbestimmte Zeit verschoben wurden“, so Peskow.

In den vergangenen Tagen hatte es ein Hin und Her über das Zustandekommen des Treffens gegeben. Die russische Seite hatte bis zuletzt damit gerechnet, dass sich die beiden Spitzenpolitiker treffen. Auch aus dem Weißen Haus waren die Planungen vorangetrieben worden. Es standen bereits Details, darunter ein 20-minütiges Vieraugengespräch der beiden Staatsmänner. Anschließend sollte eine größere Delegation beider Länder unter Leitung der Präsidenten miteinander sprechen.

Erste Zweifel am Dienstag
Trump hatte am Dienstag erstmals angedeutet, dass er wegen der sich zuspitzenden Ukraine-Krise Zweifel an dem Treffen habe. Noch kurz vor dem Abflug und der wenige Minuten später veröffentlichten Absage hatte er in Washington erklärt, er habe sich entschieden, Putin zu treffen, es sei eine gute Zeit dafür.

Die russische Küstenwache hatte am Sonntag in der Straße von Kertsch vor der Halbinsel Krim drei ukrainische Marineschiffe beschossen und aufgebracht. Mehrere ukrainische Marinesoldaten wurden dabei verletzt, 24 Soldaten wurden festgenommen. Trump stellte daraufhin bereits am Dienstag das Gespräch mit Putin erstmals infrage.

Treffen mit Merkel, Xi Jinping und Shinzo Abe
Trump trifft sich in Buenos Aires am Rande des G20-Gipfels bilateral unter anderem mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel, Chinas Präsident Xi Jinping und Japans Premierminister Shinzo Abe. Sicherheitsberater John Bolton hatte auch ein Gespräch mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan angekündigt.

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