Mi, 19. September 2018

Hohe Kosten für Eltern

03.09.2018 05:59

Schulbeginn für über 1,1 Mio. junge Österreicher

Heute beginnt das neue Schuljahr - zunächst, wie gewohnt, in Wien, Niederösterreich und im Burgenland. Der Rest des Landes folgt eine Woche später. Die Zahl der Schüler in Österreich bleibt dabei weitgehend konstant bei rund 1.113.500 Kindern und Jugendlichen. Für rund 85.100 Schüler ist es nun überhaupt das erste Mal in einem Klassenzimmer. Für die Eltern gestaltet sich der Schulstart ihrer Sprösslinge aber oft recht teuer. Mit bis zu 200 Euro kann ein Startpaket je nach Schultyp zu Buche schlagen …

In Wien, Niederösterreich und dem Burgenland beginnt am Montag für rund 475.000 Schüler das neue Schuljahr. Eine Woche später enden die neunwöchigen Sommerferien auch für etwa 639.000 Schüler in Kärnten, Oberösterreich, Salzburg, der Steiermark, Tirol und Vorarlberg. Wie auch in den Vorjahren befinden sich - laut einer vom Bildungsministerium veröffentlichte Schätzung der Statistiker - die AHS leicht im Wachstum: Knapp 215.000 Schüler bedeuten ein Plus von 1,3 Prozent. Mit einem kleinen Zuwachs ist auch in den Volksschulen zu rechnen: Rund 341.000 Schüler bedeuten hier ein Plus von 0,4 Prozent. Ebenfalls leicht im Steigen ist die Schülerzahl an den Sonderschulen: Rund 14.900 Schüler bedeuten dort einen Zuwachs um 0,8 Prozent.

Aufgrund des schrittweisen Auslaufens der Hauptschulen stiegen in den vergangenen Jahren die Schülerzahlen an den Neuen Mittelschulen (NMS). Da dieser Prozess nun endgültig abgeschlossen ist, stagnieren die NMS jetzt bei rund 205.500 Schülern. Nahezu konstant präsentieren sich hingegen die Schülerzahlen an den berufsbildenden mittleren Schulen (BMS; knapp 44.000) und den berufsbildenden höheren Schulen (BHS; 142.800).

Rund 85.100 Taferlklassler
Im Schuljahr 2018/19 werden rund 85.100 Schüler die erste Volksschulklasse besuchen. Dazu kommen laut vorläufigem Stellenplan des Bildungsministeriums noch rund 8600 Kinder in der Vorschulstufe. Auffällig: Je nach Bundesland gibt es wie schon in den Vorjahren große Unterschiede, wie viele Kinder einer Vorschulklasse zugeteilt werden. Österreichweit kommen demnach neun Prozent der Kinder in eine Vorschulklasse statt in die erste Schulstufe. In der Steiermark sind es dagegen weniger als ein Prozent. Am anderen Ende des Spektrums liegt Salzburg mit 20 Prozent.

Neue Deutschklassen und -förderkurse
Vorschulklassen müssen jene Kinder besuchen, denen bei der Schuleinschreibung mangelnde Schulreife attestiert wird. Die Entscheidung darüber trifft der jeweilige Schuldirektor auf Grundlage des persönlichen Kontakts mit dem Kind, darüber hinaus können von den Eltern Unterlagen verlangt oder Gutachten eingeholt werden. Keine Voraussetzung für die Schulreife ist dagegen die Kenntnis der Unterrichtssprache: Verfügt das Kind über eine altersgemäße Sprachkompetenz in einer anderen Sprache als Deutsch, kommt es nicht in eine Vorschulklasse, sondern in die erste Schulstufe, muss dort aber künftig eine Deutschklasse bzw. einen Deutschförderkurs besuchen.

Schulstart stellt Eltern vor Finanzprobleme
Schultasche, Stifte, Hefte, Klassengeld für Ausflüge, Kopien und Schulmilch, dazu kommt meist noch neue Kleidung: Der Schulstart wird für Eltern meist recht teuer. Bis zu 200 Euro kostet allein ein Startpaket je nach Schultyp laut aktuellen Erhebungen von marketagent.com. Diese Kosten könnten sich allerdings viele Eltern nicht leisten, zeigt die Studie: Nur knapp 32 Prozent der Befragten sehen sich angesichts der Ausgaben zum Schulbeginn in der Lage, die Ausgaben ohne staatliche Hilfe zu stemmen. Knapp 38 Prozent sind auf die Familienbeihilfe angewiesen.

„Der Beginn des Schuljahrs, aber auch die laufenden Ausbildungskosten für weiterführende Schulen oder Universität ist für viele Familien eine echte Herausforderung. Dennoch können Eltern viel für eine erfolgreiche Bildung tun. Am besten, indem sie früh Geld für die Kleinen beiseitelegen“, weiß Christoph Obererlacher, CEO von Swiss Life Select Österreich.

 krone.at
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