So, 23. September 2018

Bluttat nahe Paris

23.08.2018 14:48

IS reklamiert tödliche Messerattacke für sich

Bei einer Messerattacke hat ein Mann in Frankreich seine Mutter und seine Schwester umgebracht und einen weiteren Menschen schwer verletzt. Die Polizei erschoss den Täter am Donnerstag in Trappes im westlichen Umland von Paris. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) reklamierte die Bluttat für sich.

Die Ermittler stuften die Tat bisher allerdings nicht als Terrorfall ein - Innenminister Gerard Collomb berichtete von schweren psychischen Problemen des Mannes. Die Untersuchungen gingen aber in alle Richtungen weiter, sagte er.

„Gestörter mit psychiatrischer Vorgeschichte“
Der Täter war den Behörden wegen Terrorverherrlichung jedenfalls schon länger bekannt gewesen. Sein Profil sei aber eher das eines „Gestörten mit psychiatrischer Vorgeschichte“ als das von jemandem, der den Anweisungen einer Terrororganisation folgt, schrieb Collomb auf Twitter.

Streit rief Polizei auf den Plan
Die Polizei sei wegen eines Streits auf der Straße zum Tatort gerufen worden und habe zwei am Boden liegende Opfer gefunden, hieß es. Der Täter sei unterdessen ins Haus seiner Mutter gegangen, wo er sie getötet habe. Er sei mit dem Messer wieder herausgekommen und trotz Aufforderungen nicht stehen geblieben - daraufhin hätten die Polizisten geschossen. Das schwer verletzte dritte Opfer gehörte nicht zur Familie des Täters.

IS reklamiert Tat für sich
Der IS verkündete über sein Sprachrohr Amaq im Internet, ein IS-Kämpfer habe die Tat begangen. Der Sender BFMTV berichtete, der Mann sei den Behörden als radikalisiert bekannt gewesen und habe beim Eingreifen der Polizei „Allahu Akbar“ (Gott ist groß) gerufen.

Frankreich im Visier von Terroristen
Frankreich war in den vergangenen Jahren mehrfach Ziel von islamistischen Terroranschlägen. Im Mai hatte ein Angreifer im Zentrum von Paris Passanten mit einem Messer angegriffen - er tötete einen Menschen und verletzte vier weitere, bevor die Polizei ihn erschoss. Anti-Terror-Experten übernahmen die Ermittlungen, der IS hatte auch diese Attacke für sich reklamiert.

 krone.at
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